Trichinengebühren bei Wildschweinen: CDU fordert Gebührenbefreiung für Jäger

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Die Schweinepest ist auf dem Vormarsch. Auch im Schwalm-Eder-Kreis sind Jäger angehalten verstärkt Wildschweine zu bejagen

Wildschweine werden aufgrund der Afrikanischen Schweinpest intensiv bejagt. Die Preise für Wildschweinefleisch sind im Keller. Deshalb fordert die CDU jetzt eine Befreiung für Jäger bei den Trichinengebühren.

Schwalm-Eder. Die Afrikanische Schweinepest ist nur noch 300 Kilometer von Deutschland entfernt. Sie ist für den Menschen ungefährlich, bedroht sind jedoch Haus- und Wildschweinbestände (wir berichteten). „Die für Schweine hochansteckende Krankheit führt bei diesen fast immer zum Tod. Sie stellt eine große wirtschaftliche Gefahr für die schweinehaltenden Betriebe im Landkreis dar“, erläuterte der jagd- und landwirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion Matthias Wettlaufer.

Ein zentraler Verbreitungsweg der Krankheit erfolgt durch den Kontakt von Tier zur Tier innerhalb der Wildschweinpopulation. „Als vorbeugende Maßnahme ist daher eine intensive Bejagung unerlässlich“, betont der Christdemokrat.

Jagd- und landwirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion: Matthias Wettlaufer.

Wettlaufer hob hier die bereits in der Vergangenheit erbrachten besonderen Leistungen der heimischen Jägerinnen und Jäger bei der Schwarzwildbejagung hervor. Die Bejagung müsse jedoch auch weiterhin intensiv durchgeführt werden. Die Preise für Wildschweinefleisch seien jedoch aufgrund des hohen Angebots derzeit bereits sehr niedrig.

„Um einen zusätzlichen Anreiz zur Bejagung zu Schaffen soll daher auf die Gebührenerhebung im Rahmen der gesetzlichen Fleisch-, Schlachttier-, und Trichinenuntersuchung für Schwarzwild verzichtet werden“, so Wettlaufer. Die CDU-Kreistagsfraktion habe daher in der vergangenen Woche einen entsprechenden Antragsentwurf für die nächste Kreistagssitzung beschlossen.

EXTRA-INFO

Die Untersuchung auf Trichinen

Eine Fleischuntersuchung auf das Vorliegen von Trichinen ist bei Schwarzwild gesetzlich vorgeschrieben. Die Kosten der Untersuchung sind in der Frischfleisch-Kostensatzung des Schwalm-Eder-Kreises geregelt und belaufen sich auf circa 15 Euro pro Wildschwein. Insgesamt kommen im Schwalm-Eder-Kreis nach Angaben der Kreisjagdvereine jährlich 3.000 bis 4.500 Stück Schwarzwild zur Strecke.

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