Labore an Belastungsgrenze: Umgang mit Krankheitssymptomen bei Kindern und Jugendlichen in Kitas und Schulen

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Das Sozialministerium und das Gesundheitsamt des Schwalm-Eder-Kreis empfehlen, dass zuerst die Eltern einschätzen sollten, ob ihr Kind bei Erkältungsymptomen zum Arzt muss.

Nach zahlreichen Meldungen von Corona-Verdachtsfällen, empfehlen das Sozialministerium und das Gesundheitsamt des Schwalm-Eder-Kreises, dass Eltern vor dem Arztbesuch eine Ersteinschätzung der Symptome vornehmen.

Schwalm-Eder. In zahlreichen Kindertagesstätten und Schulen sind in den letzten Tagen sogenannte Corona-Verdachtsfälle bei den Einrichtungsleitungen gemeldet worden. In der überwiegenden Zahl der Verdachtsfälle haben sich die aufgetretenen Symptome als normale Erkältungssymptome gezeigt. Ausgesprochene Quarantäneempfehlungen zeigten sich im Nachhinein in diesen Fällen als nicht zielführend, heißt es in einer Pressemitteilung des Schwalm-Eder-Kreises.

Das Gesundheitsamt des Schwalm-Eder-Kreises empfiehlt, sich an das Verlaufsschema des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration sowie des Kultusministeriums zu halten und bei Erkältungssymptomen nach einer ersten Einschätzung der Eltern, einen Arzt feststellen zu lassen, ob es sich möglicherweise um einen Corona-Verdachtsfall oder gar eine Infektion handeln kann.

Sofern ein Kind mehr als 38 Grad Celsius Körpertemperatur, einen trockenen Husten oder einen gestörten Geschmacks- oder Geruchssinn hat, sollten die Eltern nach Angaben des Gesundheitsamtes mit dem erkrankten Kind ein Arzt aufsuchen. Dieser entscheidet dann über das weitere Vorgehen.

Dr. Ulrich Klinge, Leiter des Gesundheitsamtes im Schwalm-Eder-Kreis.

„Diese Regelung macht auch aus unserer Sicht Sinn, sonst laufen wir Gefahr in der aktuellen Situation zahlreiche Gruppen, am Ende gar ganze Einrichtungen, schließen zu müssen“, so Dr. Ulrich Klinge, Leiter des Gesundheitsamtes im Schwalm-Eder-Kreis.

Dr. Klinge weist darauf hin, dass sich alle bitte streng an die aktuellen Abstandsregeln und Vorsichtsmaßnahmen halten sollen. Die momentane Situation sei besorgniserregend. Panik sei jedoch unangebracht. Die notwendigen Werkzeuge mit der Corona-Pandemie umzugehen, seien allen bekannt und müssten auch weiterhin konsequent angewandt werden.

Wegen des aktuell sehr hohen Testaufkommens sind laut Gesundheitsamt bundesweit alle Labore sehr stark ausgelastet. Das führe auch zu Verzögerungen bei der Übermittlung von Testergebnissen an die zuständigen Gesundheitsämter. Aktuell müsse mit einer Ergebnisrückmeldung von mindestens drei Tagen, eher länger gerechnet werden, so Klinge.

Das Gesundheitsamt des Schwalm-Eder-Kreises bittet von Nachfragen abzusehen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter melden sich umgehend, sobald Testergebnisse vorliegen. Darauf dürfen alle getesteten Personen vertrauen, heißt es abschließend.

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