Unterm Sternenhimmel statt im Festzelt: Drive-in-Kirmes lockt Partygänger nach Homberg

1 von 34
2 von 34
3 von 34
4 von 34
5 von 34
6 von 34
7 von 34
8 von 34

Um diese Jahreszeit ist der Kirmes-Kalender für gewöhnlich proppenvoll. Doch diesmal machte Corona einen dicken Strich durch die Rechnung. Um zumindest ein wenig Kirmes-Stimmung aufkommen zu lassen, gab es kürzlich in der Open-Air-Arema in Homberg eine Drive-in-Variante.

Homberg. Um diese Jahreszeit ist der Kirmes-Kalender für gewöhnlich proppenvoll, denn fast jeder noch so kleine Ort feiert sein alljährliches Fest. Doch diesmal machte Corona einen dicken Strich durch die Rechnung. Um zumindest ein wenig Kirmes-Stimmung aufkommen zu lassen, hatten „The Tequilas“ in Kooperation mit Cine-Royal, Homberg Events und dem Stadtmarketing eine Drive-in-Variante auf die Beine gestellt. Aus allen Ecken des Schwalm-Eder-Kreises und den angrenzenden Landkreisen kamen vor allem junge Leute in die bereits bewährte Open-Air-Arena, darunter zahlreiche Burschenschaften und Kirmes-Teams.

 „Wir hätten Ende August Kirmes gehabt“, erzählten Max Tönges und Julian Schmidt aus Frankenau, „dort hätte die Band auch gespielt“. Andere hatten etwas mehr Glück, etwa „Pscholle“ und „Botte“ aus Harle – dort feiern die Kirmesmädchen und -burschen nur alle zwei Jahre, daher stand der nächste Termin sowieso erst wieder 2021 an. Während viele Besucher von den „Uffsehern“ noch ihren Parkplatz und somit ihre persönliche Party-Zone zugewiesen bekamen, heizte DJ Madbazz den Gästen bereits mit seinen Beats ein.

Jeweils zehn Personen durften zwischen zwei Autos feiern, sodass viele kleine Kirmessen entstanden. Ein ganz besonderes Feierabteil hatten Jakob Schweitzer und seine Freunde aus Morschen, ihre Stretch-Limo vom Typ Ford „Lincoln“ bot im Innern acht Plätze, durch das große Schiebedach konnte man sogar im Freien feiern. Als „The Tequilas“ bei Einbruch der Dunkelheit die Bühne erklommen, wurden sie mit einem lautstarken Hupkonzert begrüßt, dann legten die Homberger Lokalmatadore los.

Den Fotografen, die sich als einzige direkt vor der Bühne aufhalten durften, eröffnete sich eine seltsame Geräuschkulisse, denn außer dem Schlagzeug und ein wenig Gesang war kaum etwas von der sechsköpfigen Formation zu hören. Je weiter man jedoch in der Arena nach hinten ging, umso besser wurde der Sound, der via Radiofrequenz an jeden einzelnen Empfänger übertragen wurde. Auto-Hifi-Anlagen, Baustellenradios und externe Lautsprecherboxen sorgten im „Kirmeszelt unter freiem Himmel“ für ein echtes Live-Erlebnis.

Viele Besucher hatten den eigenen Kirmestermin auf der Heckscheibe ihres Autos stehen – das wirkte bisweilen wie eine Traueranzeige. Das gab der Stimmung jedoch keinen Abbruch, denn die Band feuerte einen Partyhit nach dem anderen ab und so kamen die Kirmesgänger mit dieser außergewöhnlichen Veranstaltung zumindest am Freitagabend auf ihre Kosten.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Auf der A7: Motorrad fängt während der Fahrt Feuer - Fahrer leicht verletzt

Motorradbrand löste auch Böschungsbrand aus - Landwirt half beim Löschen
Auf der A7: Motorrad fängt während der Fahrt Feuer - Fahrer leicht verletzt

Zwei Verletzte nach Frontalzusammenstoß auf B254

Trotz des heftigen Frontalaufpralls erlitten beide Fahrzeugführer glücklicherweise nur leichte Verletzungen
Zwei Verletzte nach Frontalzusammenstoß auf B254

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.