Dunkles Kapitel: Autor Michael Toscher veröffentlicht Buch über Homberg im Dreißigjährigen Krieg

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Hier hat er in den vergangenen vier Jahren sehr viel Zeit verbracht: Autor Michael Toscher mit seinem jüngsten Werk in seinem Arbeitszimmer.

Vier Jahre Arbeit: Der Homberger Autor Michael Toscher hat ein historisches Sachbuch mit dem Titel "Homberg an der Efze im Dreißigjährigen Krieg" veröffentlicht.

Homberg. Unzählige Stunden hat er in Archiven verbracht – Ordner mit Dokumenten und Bücher gewälzt, Informationen gefiltert und im Internet recherchiert. Über vier Jahre sah so der Alltag von Michael Toscher aus Homberg aus. Den Lohn für seine Arbeit kann er jetzt endlich in Händen halten: Sein 313 Seiten starkes Werk „Homberg an der Efze im Dreißigjährigen Krieg“.

Dabei ist Toscher als Autor längst kein unbeschriebenes Blatt. Sein jüngstes Buch ist bereits sein siebtes. „Es ist mein zweites historisches Sachbuch“, erklärt der Homberger, „jedoch das erste in Kontext zu Homberg.“

Als Mitglied der Burgberggemeinde und des Zweigvereins Homberg im Verein für hessische Geschichte und Landeskunde sowie als ehemaliger Betreuer des Hohenburgmuseum, sei es immer eine großer Wunsch Toschers gewesen, ein historisches Sachbuch über seine Heimatstadt zu verfassen.

Wie viel Arbeit er sich mit diesem Thema aufgeladen hatte, sollte Toscher jedoch erst während des Entstehungsprozesses begreifen. „Das Thema ‘Dreißigjähriger Krieg in Homberg’ ist ein sehr dunkles Kapitel in der Geschichte der Stadt. Es war sehr schwierig Quellen zu finden“, erklärt der Autor und nennt dabei vor allem den Rathausbrand im Dreißig-jährigen Krieg.

„Das Rathaus ist damals komplett niedergebrannt und mit ihm leider auch viele Dokumente“, sagt Toscher. Dabei habe es auch den einen oder anderen Moment gegeben, in denen der Homberger ans Aufgeben gedacht habe.

„Ich habe mich oft gefragt, warum hast du dir das aufgeladen?“, gibt der Autor zu. Für die nötigen Motivationsschübe hätten immer wieder die Familie, seine Freundin und Unterstützer aus den Geschichtsvereinen gesorgt.

Aber auch der eigene Ehrgeiz, ein Stück Homberger Geschichte aufzuarbeiten, dass in dieser Form noch niemand vor ihm getan hat, sei immer wieder Triebfeder gewesen am Ball zu bleiben.

„Ursprünglich sollte das Buch nicht dicker als 90 Seiten werden. Bei der Arbeit ist mir dann aber schnell klar geworden, dass dieses Thema nicht auf diese Seitenanzahl reduziert werden kann. Es ist ein Fass ohne Boden“, betont Toscher. So habe er das Buch wie ein Puzzle Schritt für Schritt zusammengesetzt.

„Ein Buch für alle“ ist es nach Angaben des Autors geworden. „Ich möchte mit meinem Werk eine Brücke schlagen. Geschichtstragende Vereine, das Stadtmarketing, Schulen und Museen sollen gleichermaßen davon profitieren“, sagt Toscher.

In einer erste Auflage hat der Homberger 56 Exemplare drucken lassen. Diese sind ausschließlich direkt bei Michael Toscher unter Tel. 0174-7147892 (Mo. - Fr. zw. 9 u. 18 Uhr) für 25 Euro erhältlich.

EXTRA-INFO

Zur Person

Michael Toscher wurde 1970 in Homberg geboren. Der gelernte Bürokaufmann hat zuvor bereits sechs Bücher veröffentlicht. „Homberg an der Efze im Dreißigjährigen Krieg“ ist nach „Unsere Vorfahren – Die Kelten?“ sein zweites historische Sachbuch.

Seine weiteren Werke sind fiktiv – dazu gehört der Thriller „Experiment Nr. 502“. Der Heavy Metal-Fan schreibt zudem für ein Online-Musikmagazin.

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