Visionen fürs Quartier: Drei Projekte für eine attraktivere Homberger Innenstadt

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Stellten künftige Projekte für den Homberger Stadtkern vor: (v.li.) Projektmanager Thiemo Glomb, Dr. Reiner Braun und Peter Capitain (Unger Ingenieure), Architektin Christine Hess und Bürgermeister Dr. Nico Ritz.

"Visionen für unseren Stadtkern" – unter diesem Motto wurden in der vergangenen Woche im Gasthaus Krone drei Projekte vorgestellt, die zur Attraktivitätssteigerung der Homberger Innenstadt beitragen sollen.

Homberg. Die Altstadt von Homberg verfügt über zahlreiche Fachwerkbauten, die das Bild der Reformationsstadt prägen. Bei genauerem Hinsehen fallen allerdings leerstehende Geschäftsräume und zum Teil verwahrloste Hinterhöfe ins Auge.

Um die Innenstadt wieder attraktiver zu machen, hat die Stadt Homberg in Zusammenarbeit mit der Firma infra+net – Gesellschaft Beratender Ingenieure und Projektmanager mbH – drei Projekte angestoßen. Vergangene Woche wurden sie der Öffentlichkeit vorgestellt. „Visionen für unseren Stadtkern – Was ist los?“ lautete die Überschrift für den Informationsabend, der im Saal der Krone stattfand.

„Danke, dass sie gekommen sind“, begrüßte Bürgermeister Dr. Nico Ritz etwa drei Dutzend interessierte Homberger, „auch wenn sie gar nicht genau wussten, um was es überhaupt geht“, ergänzte er. „Wir haben ein durchaus intaktes Stadtbild und es hat sich auch schon einiges getan“, sagte Ritz mit Blick auf die neue Kita und die Sanierung der Engel-Apotheke, doch dies seien alles Bausteine.

Projektmanager Thiemo Glomb präsentierte daher die Visionen für einen ganzheitlichen Plan: Ein integriertes Quartiers-Konzept für die Altstadt, das die Energieversorgung von einer ganz neuen Seite betrachtet. Ein Multifunktionshaus, das Jugend- und Kulturangebote sowie soziale und integrative Einrichtungen unter einem Dach vereint. Oder auch das Kulturzentrum Krone, das unter anderem für Gastronomie, Ausbildung und interkulturelle Veranstaltungen zur Verfügung stehen soll.

Dr. Reiner Braun und Peter Capitain von der Firma Unger Ingenieure erläuterten Möglichkeiten für ein zu planendes Nahwärmenetz und die technischen Voraussetzungen, die dazu in den alten Fachwerkhäusern geschaffen werden müssten. „Dazu brauchen wir ihre Mithilfe“, sagte Moderator Glomb und verwies auf eine noch für diesen Monat vorgesehene Grundlagenerhebung in Form eines Fragebogens.

In Kürze soll ein Quartiers-Büro (Marktplatz 7) eingerichtet werden, in dem die drei Projekte detailliert dargestellt werden. Darüber hinaus hätten beispielsweise Hausbesitzer dort die Möglichkeit zur Beratung in Energie- und Finanzierungsfragen.

Architektin Christine Hess erläuterte ihre Ideen zur Um- und Neugestaltung der Häuser Marktplatz 15 (ehemaliger Lebensmittelmarkt) und Holzhäuser Straße 3, die, mit einem zu errichtenden Neubau verbunden, das Multifunktionshaus bilden sollen.

Schließlich fasste der Bürgermeister seine Vorstellungen vom möglichen Kulturzentrum Krone zusammen, „ein bodenständiges Gasthaus mit variabler Nutzung, das von einer gemeinnützigen GmbH oder einer Genossenschaft verwaltet werden sollte“, so der Rathauschef.

Für die beiden Umbau-Projekte würden etwa dreieinhalb Millionen Euro veranschlagt, dafür gäbe es eine 90-prozentige Förderungen durch das Land Hessen und den Bund, rechneten die Visionäre vor.

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