Wärmer und schöner soll das Freibad am Erleborn in Homberg werden - für über 2 Mio. Euro

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Sind gespannt auf die Neuerungen: Benjamin Neidert (li.), Betriebsleiter der technischen Betriebe und Projektverantwortlicher des Freibads mit Marc Nohl, Meis­ter für Bäderbetrieb.

Über 2 Mio. Euro werden allein die Außenanlagen sowie das neue Gebäude des Freibades in Homberg kosten. Obendrauf kommen die Kosten für die neue Heiztechnik.

Homberg. Dem gut 70 Jahre alte Freibad am Erleborn stehen zahlreiche Veränderungen bevor. „Die Folie des Beckens ist schon 30 Jahre alt, aber hat gut gehalten, da wir nicht so stark belastetes Wasser haben“, betont Marc Nohl, Meis­ter für Bäderbetrieb.

Neben der Folienerneuerung steht das Freibad aber noch vor einem anderen Problem: Die Wassertemperatur ist im Vergleich zu anderen Bädern im Kreis rund sieben bis acht Grad niedriger. Dies lässt sich auf die Heizmethode zurückführen. Aktuell verlaufen Rohre über die Dächer der nebenstehenden Bauten, wo sich das Wasser aufheizen soll, doch reicht dies an bewölkten Tagen nicht aus. Das Ergebnis: 17 Grad Wassertemperatur.

Sind gespannt auf die Neuerungen: Benjamin Neidert (li.), Betriebsleiter der technischen Betriebe und Projektverantwortlicher des Freibads mit Marc Nohl, Meis­ter für Bäderbetrieb.

„Es stehen noch mehrere Varianten zur Auswahl. Bei einer könnte mit Hackschnitzeln geheizt werden, um die Wassertemperatur auch bei bewölktem Wetter angenehm zu halten“, erklärt Bürgermeis­ter Dr. Nico Ritz. Die dafür verwendeten Hackschnitzel kämen vom regulären Grünschnitt, den die Stadt ohnehin tätigt, ergänzt Benjamin Neidert, Betriebsleiter der technischen Betriebe und Projektverantwortlicher für das Freibad. Ein weiterer Punkt sind die Außenanlagen samt der Gebäude für Dusche, WC, Umkleide, Kassenhäuschen und Gastronomie. Im Zuge des kommenden Wohnmobilstellplatzeskönnte man all das in einem Multifunktionsgebäude miteinander verknüpfen, das von den Freibadbesuchern, wie den Wohnmobilgäs­ten verwendet werden kann. „Uns liegen drei Ideen vor. Je nach gewähltem Vorschlag muss aber auch der Rest angepasst werden“, so Neidert.

Daniel Klinge, Fachangestellter für Bäderbetriebe reinigt mit dem mariner-Saugroboter das Becken.

Ritz gibt einen Ausblick zu der Umsetzung: „Im Herbst könnte es schon losgehen, wobei der Schwerpunkt der Arbeiten 2020 erledigt werden soll, ohne dabei den Bäderbetrieb im Sommer stark zu beeinträchtigen.“ In den Folgejahren kommen zudem noch einzelne Maßnahmen hinzu.

Zum Kostenfaktor für die Heiztechnik sowie alle Arbeiten am Schwimmbecken kann gegenwärtig noch nichts gesagt werden.

Mit dem mariner-Saugroboter wird das Becken gereinigt.

Das Multifunktionsgebäude samt der Außenanlagen beziffert Ritz aber mit 2 bis 2,5 Mio. Euro. Dafür sollen aber auch diverse Förderprogramme in Anspruch genommen werden, wie das Kommunale Investitionsprogramm (KIP) oder die Hessenkasse.

Eine Informationsveranstaltung im Juni wird interessierte Bürger informieren. Ein genauer Termin wird dafür noch bekanntgegeben.

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