Wegen 20 Euro: 21-Jähriger Flüchtling von Afghane und Eritreer in Homberg angegriffen

Ein 21-jähriger Flüchtling wurde am Dienstagabend in Homberg von einem 23-jährigen Eritreer und einem 19-jährigen Afghanen angegriffen. Die beiden Täter forderten Bargeld und verletzten den jungen Mann.

Homberg. Am Dienstagabend versuchten zwei unbekannte männliche Täter einen 21-jährigen Homberger auszurauben. Sie schlugen ihn mehrfach und durchsuchten seine Kleidung nach Bargeld. Der 21-Jährige wurde dabei leicht verletzt.

Das Opfer hielt sich am Dienstagabend in der Wallstraße am dortigen Busbahnhof auf, als die zwei unbekannten Täter an ihn herantraten und ihn nach 20 Euro fragten. Als er ihnen mitteilte, dass er kein Geld habe, packten sie ihn, schlugen gemeinsam auf ihn ein und brachten ihn zu Boden.

Einer der Täter hielt ihn weiterhin fest und der zweite Täter durchsuchte seine Kleidung nach Bargeld. Nach der Durchsuchung, bei welcher die Täter kein Bargeld auffanden, riss sich der 21-Jährige los und rannte weg. Die beiden Täter verfolgen ihn sogleich, flüchteten dann jedoch als sie bemerkten, dass er die Polizei anrief.

Der 21-Jährige erlitt bei dem Angriff eine Schürfwunde an der Nase. Das Opfer, selbst Flüchtling aus Afghanistan, gab gegenüber den alarmierten Polizeibeamten an, dass es sich bei den unbekannten Tätern offensichtlich um Flüchtlinge handelt.

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen am gestrigen Tag wurden ein 19-Jähriger afghanischer Flüchtling und ein 23-jähriger eritreischer Flüchtling als Tatverdächtige ermittelt. Beide Tatverdächtigen wurden gestern festgenommen. Der 19-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen, in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Kassel, wieder auf freien Fuß gesetzt.

Der polizeibekannte 23-Jährige wurde am heutigen Tag der Haftrichterin beim Amtsgericht Fritzlar vorgeführt. Die Haftrichterin erließ gegen den 23-Jährigen einen Untersuchungshaftbefehl. Er wurde anschließend in eine Haftanstalt eingeliefert.

Rubriklistenbild: © nito - Fotolia

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