Wieder Leben im Homberger Brauereiteich

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Revitalisierungsmaßnahme: Neuer Fischbesatz im kleinen Gewässer der Kreisstadt - darunter auch zwei bedrohte Arten.

Homberg. Vor 100 Jahren wurde der Brauerteich nahe der Efzebrücke in Homberg angelegt. Genutzt wurde er von der ehemaligen Brauerei und beheimatete zahlreiche Karpfen. Mit der Schließung der Brauerei im Jahr 1976 wurde der Teich nicht mehr bewirtschaftet. Die Folge: Das Gewässer verschlammte nach und nach, was gleichzeitig das Todesurteil für die dort lebenden Karpfen bedeutete. "Durch die Verschlammung sind die Fische erstickt", sagt Gert Wenderoth, Ehrenpräsident des Verbandes Hessischer Fischer.

Ein unhaltbarer Zustand für den Sportfischerverein Homberg. Im Rahmen des Zukunftsprojekt "EFZEvital" hat man sich dafür eingesetzt, den kleinen Teich wieder mit Leben zu füllen. Bereits vor acht Jahren wurde der kleine Teich vom Schlamm befreit und ein neues Ablaufwerk installiert. "Nachdem sich der Wasserkörper stabilisiert hat, kann nun an einen Besatz mit gefährdeten Fischen gedacht werden, Arten, die für die wirtschaftliche Nutzung uninteressant, aber für die Lebensgemeinschaft im Wasser unverzichtbar sind. Der Teich soll jedoch nicht bewirtschaftet werden", erklärt Wenderoth die Revitalisierungsmaßnahme. Am Donnerstag war es dann endlich soweit: Im Besein des Ehrenpräsidenten der Hessischen Fischer, Bürgermeisters Dr. Nico Ritz und des Vorsitzenden der Homberger Sportfischer Thomas Weineck entließ Gewässerwart Peter Koller fünf verschiedene Fischarten und 30 Teichmuscheln in ihr neues Zuhause.

Zwei Arten auf der Roten Liste

"Der Besatz umfasst 40 Kilo Karauschen, 20 Kilo Schleien, zehn Kilo Rotaugen, zehn Kilo Rotfedern und 30 Bitterlinge", erzählt Peter Koller. Der gesamte Besatz habe 300 Euro gekostet und sei von einem Sponsor übernommen worden, so der Gewässerwart. "Karauschen und Rotfedern stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Fischarten und genießen dadurch einen hohen Schutz", betont Wenderoth.Nachdem sich die Fische an ihren neuen Lebensraum gewöhnt haben, erwarte man auch dass sich die Fische vermehren. "Um die Entwicklung der Fische beobachten zu können, werden wir Kontrollfischungen machen", erklärt der Ehrenpräsident. Außerdem habe der Gewässerwart regelmäßig ein wachsames Auge auf den Brauereiteich. Denn: Angeln ist hier streng verboten.

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