Wildpark Knüll: Jungbärin Alexa erobert das Gemeinschaftsgehege

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Bärennachwuchs Alexa erkundet zum ersten Mal das große Bären- und Wolfsgehege im Wildpark Knüll. Mutter Onni ist immer als Beschützerin dabei.

Allmuthshausen. Jetzt geht’s endlich auf den großen Spielplatz! Sechs Monate nachdem die kleine Braunbärin Alexa im Wildpark Knüll das Licht der Welt erblickt hat, öffneten die Tierpfleger am Montagmorgen die Schleuse zum Gemeinschaftsgehege. Hier kann sich Alexa jetzt täglich in Gesellschaft der ebenfalls dort lebenden Wölfe kräftig austoben. Immer mit dabei: Mutter Onni, die den quirligen Nachwuchs im Ernstfall vor den Wölfen schützen kann.

Wildparkleiter Dr. Wolfgang Fröhlich hat jedoch keine Bedenken, dass es zu Zwischenfällen kommen könnte: "Bisher haben Bären und Wölfe hier friedlich zusammengelebt. Alexa ist jetzt soweit, dass man ein Zusammenlassen mit den Wölfen verantworten kann", erklärt der Parkleiter.

Die größte Gefahr für klein Alexa seien jedoch nicht die Wölfe, sondern Vater Balu. "Bärenmännchen gelten als Kindstöter", sagt Fröhlich. Deshalb werde das Gemeinschaftsgehege derzeit jeweils halbtags von Alexa und Onni sowie Vater Balu genutzt. Wann auch der Vater zur Familie stoßen darf, sei noch nicht absehbar. Wichtige Voraussetzung dafür: Alexa müsse die Flucht vor ihrem Vater noch üben. "Sie kann zwar schon klettern, muss aber das Gehege noch besser erkunden, um sich im Notfall auf einem der Bäume in Sicherheit bringen zu können", erzählt Fröhlich.

Raue Sitten, denen das rund 20 Kilo schwere Fellknäuel ausgesetzt ist. Jetzt dürfte aber erst einmal der Spaß am Entdecken und Planschen im Teich bei Alexa im Vordergrund stehen. Die Verantwortlichen des Wildparks wollen jedoch nichts dem Zufall überlassen. "Uns ist es wichtig, dass alle Schritte geplant und in Ruhe ablaufen können", betont der Parkleiter. Dazu gehöre vor allem auch, die Regeln des Zusammenlebens mit den Wölfen auszumachen.

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