"HOMEberger" machen Lust auf Zukunft auf dem Land

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Die „HOMEberger“ ist eine von sechs Initiativen, die für den mit 24.000 Euro dotierten Hessischen Demografie-Preis nominiert sind. In dieser Woche besuchte Staatsminister Axel Wintermeyer das Unternehmernetzwerk und informierte sich über das Projekt.

Homberg. „Menschen machen Heimat“, schreiben die „HOMEberger“ auf ihrer Internetseite. Sie sind ein Netzwerk von Unternehmensgründern aus dem Homberg, die sich für eine lebenswerte Heimat einsetzen und zeigen, wie ein modernes Leben auf dem Land gelingt. Auf seiner Sommerreise hat sich der Chef der Hessischen Staatskanzlei und Demografie-Beauftragte der Hessischen Landesregierung, Staatsminister Axel Wintermeyer, in dieser Woche über das Projekt „HOMEberger“ informiert. Es ist eine von sechs Initiativen, die für den mit 24.000 Euro dotierten Hessischen Demografie-Preis nominiert sind, der im September in Wiesbaden verliehen wird.

„Nicht allein die Ballungsgebiete machen unser Land aus. Rund 85 Prozent der Fläche ist ländlich geprägt. Die Hessinnen und Hessen leben gerne hier, jeder zweite ist auf dem Land zu Hause. Dennoch zieht es viele junge Menschen in die Ballungsräume. Das führt dazu, dass die Einwohnerzahlen im ländlichen Raum zurückgehen und das Durchschnittsalter steigt. Die Hessische Landesregierung steuert mit vielen Maßnahmen gegen diese Entwicklung, denn sie hat Auswirkungen auf nahezu alle Bereiche des Lebens vor Ort – beispielsweise die Gesundheitsversorgung, die Mobilität und auch die Arbeitswelt. Wir arbeiten mit aller Kraft daran, dass die ländlichen Regionen stark und attraktiv bleiben. Staat, Wirtschaft und Gesellschaft sind hier gemeinsam gefordert. Deshalb ist eine Initiative wie die „HOMEberger“, die Lust auf Zukunft auf dem Land macht, wichtig und wir hoffen auf viele Nachahmer“, sagte Wintermeyer bei seinem Besuch in der Teppichmanufaktur Habbishaw in Homberg-Rückersfeld, wo er von Hausherr Teja Habbishaw und weiteren „HOMEbergern“ empfangen wurde.

Vom Bild einer abgehängten Provinz halten die „HOMEberger“ nichts. Die 24 Netzwerker erzählen vielmehr die Geschichte, dass die Unterschiede zwischen Stadt und Land im Zeitalter der Digitalisierung an Bedeutung verlieren und flexible Arbeitsplätze in einer dünnbesiedelten Heimat für nachhaltige Zukunftschancen sorgen können. Die Smartphoneentwickler, Landwirte, Künstler, Köche oder Unternehmensberater vereint nicht das Ziel, ihre Dienstleistungen und Produkte an den Mann oder die Frau zu bringen, sondern ihr gemeinsames Werteverständnis und ihre Vision für Nordhessen. Auf ihrer Internetseite erzählen die Mitglieder ihre Gründungsgeschichten. Sie wollen Vorbilder sein für das Leben auf dem Land. Im Januar warben die „HOMEberger“ als Teil der Sonderausstellung „Lust auf Land“ auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin für ihre Ideen. Und mit thematischen Tagestouren zu den Mitgliedern wollen sie den ländlichen Machergeist für Kleingruppen erlebbar machen.

„Die ‚HOMEberger‘ sind selbstbewusste Nordhessen, die ihre Heimat lieben und zeigen, was Bürgerinnen und Bürger in ihrem lokalen Umfeld bewegen können. Deshalb sind sie für den Hessischen Demografie-Preis nominiert. Vernetzung und koordiniertes Handeln sind entscheidende Erfolgskriterien für die Zukunftsfähigkeit Hessens. Gemeinsam stiften die „HOMEberger“ mit ihrem Engagement Identität, schaffen ein Heimatbewusstsein und tragen dazu bei, dass die ländlichen Regionen bereit für morgen sind“, sagte der Demografie-Beauftragte.

Wie vielfältig die Betätigungsfelder der „HOMEberger“ sind, das zeigten Jonathan Linker, Anna Lysikow, Moritz Zinn, Markus Schott, Michael Schramek und Kristina Fiand dem Besucher aus der Landeshauptstadt und präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen.

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