Horror-Quote

Im Januar meldeten sich 1.176 Personen arbeitslos Von JOCHEN SCHNEIDERSchwalm-Eder. Dramatisch stieg im Januar die Zahl

Im Januar meldeten sich 1.176 Personen arbeitslos

Von JOCHEN SCHNEIDERSchwalm-Eder. Dramatisch stieg im Januar die Zahl der erwerbslos gemeldeten Personen im Schwalm-Eder-Kreis um 1.176 auf 6.518 Personen. Das vermeldet die Agentur fr Arbeit und dazu eine entsprechend wachsende Quote: 5,7 Prozent waren es noch im Dezember, 7,0 Prozent im Januar sind eine wahre Horror-Marke. Und das, obwohl vor Jahresfrist noch 0,5 Prozent mehr ohne Lohn und Brot waren. Hintergrund: Die Quote hatte sich im Laufe des Jahres 2008 sensationell gut erholt. 5,1 Prozent waren es noch im Oktober, dann gings jahreszeitlich bedingt leicht nach oben, bis nun ein Anstieg folgte, wie er seit 2006 nicht mehr da war.

Immer positiver hatte sich die Quote in den vergangenen zwei Jahren entwickelt. Von 10.8 Prozent im Januar 06 auf 8,6 Prozent Anfang 07 und 7,5 Prozent vor genau einem Jahr. Mit dem Anstieg erreicht die Konjunkturflaute endgltig den heimischen Arbeitsmarkt. Groe Arbeitgeber wie VW-Baunatal, Mercedes- Kassel und SAP-Niestetal hatten sich im Dezember von den meisten Leiharbeitskrften getrennt. Das betraf etwa 1.000 befristet Beschftigte. Hinzu kam das eiskalte Wetter. Damit liegt der Schwalm-Eder-Kreis wieder leicht ber der Quote des Landes und des Bundesgebietes West (beide 6,9 Prozent). Hans-Gerhard Gatzweiler, Chef der Arge Schwalm-Eder, sagt dazu: Alle, die sich nach dem 15. Dezember arbeitslos gemeldet haben, fallen in die Januar-Statistik.

Deshalb knnen durchaus einige der in Kassel freigesetzten Leiharbeiter dabei sein. Ein weiterer Grund fr die extreme Fieberkurve: Wir hatten Ende 2008 viele Lehrgnge gestartet, die im Dezember ausliefen. Wer auf Lehrgang ist, zhlt nicht als arbeitssuchend. Die Altkreise: In Melsungen sind es 6,1 Prozent, in Fritzlar-Homberg 7,2 und in Schwalmstadt 7,3 Prozent. Weniger stark stieg die Quote in den Nachbarkreisen: Werra-Meiner verzeichnet 8,9 Prozent (plus 1,1), der Landkreis Kassel 6,2 Prozent (+1,2), Hersfeld Rotenburg 7,3 (+1), Waldeck Frankenberg 7,3 (+1,2), der Vogelsbergkreis 6,8 (0,7). Die Stadt Kassel liegt bei 13,3 %(+1,1).

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