Hurra, hurra, die Mühle brennt Pärchen soll Versicherung um Millionen betrogen haben

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Niedenstein. Das Feuer schlug in der Weißenthalsmühle bei Kirchberg verdächtig oft zu: Nachdem das gesamte Gebäude im Jahr 2008 durch einen Bra

Niedenstein. Das Feuer schlug in der Weißenthalsmühle bei Kirchberg verdächtig oft zu: Nachdem das gesamte Gebäude im Jahr 2008 durch einen Brand zerstört wurde, brannte im November vergangenen Jahres das Wohnhaus und im letzten Januar auch noch das Nebengebäude mit den Sanitäranlagen.

Die vermeintlichen Opfer: Der 47-jährige Volker G. und die 48-jährige Corinna S., die Besitzer des Ausflugslokals mit angeschlossenem Campingplatz. Diese suchten zuletzt nach einem Käufer für die Mühle und klagten via Medien: "Die Versicherung hat uns ausbluten lassen."

Womöglich eine  äußerst dreiste Lüge, denn Polizei und Staatsanwaltschaft verdächtigen das Pärchen, selbst für die Brandserie mit einem Gesamtschaden von rund zwei illionen Euro verantwortlich zu sein.

Hilfe sollen sie dabei, gegen Bezahlung, von einem 54-jährigen Mann aus Diemelstadt und einem 17-jährigen Jugendlichen aus dem Kreis Waldeck-Frankenberg erhalten haben.

Den vermeintlichen Millionen-Betrügern auf die Spur kam die extra eingerichtete "Arbeitsgemeinschaft Mühle" von Polizei und Staatsanwaltschaft durch Hausdurchsuchungen am Donnerstag, bei denen nach Angaben von Polizeisprecher Markus Brettschneider "umfangreiche Beweismittel sichergestellt wurden".

Das Amtsgericht Fritzlar erließ daraufhin Haftbefehle gegen drei der Verdächtigen. Sie  wurden in verschiedene Haftanstalten eingeliefert. Der 17-Jährige wurde seiner Mutter überantwortet. Nach Angaben von Brettschneider soll es bereits erste Teilgeständnisse geben.

Aus den sichergestellten Beweismitteln hätten sich zudem noch weitere Hinweise auf eine Vielzahl gleichgelagerter Straftaten ergeben, an deren Aufklärung derzeit intensiv gearbeitet werde.

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