Immer diese Montage...

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Dagobertshausen. Jutta Brettschneider kommt aus Dagobertshausen und hat vor kurzem ihr erstes Buch veröffentlicht

Dagobertshausen/Hattersheim. Als sich Jutta Brettschneider vor fünf Jahren mit ihren Arbeitskolleginnen in der Mittagspause unterhielt, wusste sie selbst noch nicht, dass dieses Gespräch der Grundstein für ihr erstes Buch sein würde. Damals war die heute 52-Jährige sehr unzufrieden mit ihrem Job. Auch ihre Kolleginnen hatten den tristen Büroalltag satt. So sagte eine: "Lasst uns doch eine Bank überfallen und in den Urlaub fliegen".

Genau das ist die Ausgangssituation von Brettschneiders erstem Buch "Montagsblues – Ein Antikrimi". Die drei Protagonistinnen setzten sich nach ihrem geglückten Coup nach Thailand ab. Dass auf ihrem Trip einige Hürden auf sie zukommen, versteht sich von selbst.

"Entstanden ist ein Krimi-Märchen, das biographische Züge hat. Die Protagonistin bin ich. Sie verarbeitet viele Dinge, die ich durchgemacht habe. Auch sonst hat mir mein  Alltag vieles zum Schreiben geliefert", erklärt die Hattersheimerin. Ihre Wurzeln hat sie allerdings im Schwalm-Eder-Kreis. Als sie noch Jutta Hofmann hieß, wohnte sie 26 Jahre lang in  Dagobertshausen und hat auch heute noch eine Schwester dort.

Geschrieben hat sie ihr knapp 300 Seiten starkes Werk neben ihrem Beruf, meist abends und am Wochenende. Nach zwei Jahren war es fertig. "Ich habe es meiner Schwester und Freunden zum Lesen gegeben. Die fanden es alle gut. Deswegen ging ich den nächsten Schritt und verschickte es an verschiedene Verlage", erinnert sich Brettschneider. Beim MEDU-Verlag wurde die Hobbyautorin fündig. "Der gibt auch Jungautoren, die ihr Erstlingswerk veröffentlichen wollen, eine Chance", erklärt sie. Das Resultat: Brettschneider stellte im März 2014 ihr Buch auf der Leipziger Buchmesse vor.

"Ein tolles Gefühl", wie sie sich erinnert. Und Brettschneider ist auf den Geschmack gekommen: "Es soll nicht mein letztes Buch gewesen sein", merkt sie augenzwinkernd an. Sie habe schon ein zweites Buch angefangen zu schreiben. Aber etwas Neues, keine Fortsetzung. "Denn irgendwann ist die Luft raus. Man sollte eine Geschichte nicht unnötig durch unzählige Fortsetzungen in die Länge ziehen", erklärt sie.

Für Jutta Brettschneider gab es ein Happy End: Sie hat eine neue Arbeitsstelle gefunden und ist dort sehr glücklich. Ob es auch in ihrem Buch ein glückliches Ende für die Protagonistinnen gibt, soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

Jutta Brettschneider, Montagsblues – Ein Antikrimi, erhältlich in jeder Buchhandlung sowie im Online-Versand.

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