Immer eine Reise wert: Die Abschlussklassen der GHS zu Besuch in Berlin

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Borken / Berlin. Traditionell fahren die zehnten Abschlussklassen der Gustav-Heinemann-Schule zur Studienfahrt nach Berlin. Vanessa Brüll, Schüleri

Borken / Berlin. Traditionell fahren die zehnten Abschlussklassen der Gustav-Heinemann-Schule zur Studienfahrt nach Berlin. Vanessa Brüll, Schülerin der Klasse 1 Gb, fasste das Erlebte zusammen und schildert die sechs Tage Aufenthalt in der deutschen Hauptstadt:

",Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen.’ So geht es uns 11 Schülern des Jahrgangs zehn, die wir, begleitet von sieben Lehrern, eine sechstägige Studienfahrt nach Berlin erleben durften. Nach Nieselregen im Potsdamer Schloss­park von Sanssouci wurde das Wetter jeden Tag besser, bis wir am Freitagabend bei sommerlicher Wärme im Restaurant "La Riva" an der Spree beisammensaßen und Abschied nahmen.

Aber der Reihe nach: Nachdem am Montagabend in der hoteleigenen Disko unsere Ankunft gefeiert wurde, ging es am nächsten Morgen gleich auf eine Stadtrundfahrt, bei der wir berühmte Sehenswürdigkeiten Berlins besichtigten. Später ging es dann noch in den Bundestag, wo wir die Gelegenheit hatten, uns mit dem Assistenten des Bundestagsabgeordneten des Schwalm-Eder-Kreises Edgar Franke zu unterhalten und uns über den Arbeitsalltag eines Abgeordneten zu informieren. Am Abend erwartete uns ein weiteres Highlight: Wir sahen uns das Musical "Yma" im Friedrichstadtpalast an.

Der Mittwoch begann mit dem Besuch der Gedenkstätte Hohenschönhausen, einem ehemaligen Stasi-Gefängnis. Die Führung übernahm ein ehemaliger Häftling, der uns aufgrund der 14 Monate, die er dort inhaftiert war, eine wahrhaft einprägsame Geschichtsstunde bescherte. Später sahen wir uns das Wachsfigurenkabinett "Madame Tussauds" und das Sealife-Museum im Radison Hotel an.

Doch das Interessanteste war der Besuch des Bundesrates am Donnerstag. Wir wurden in den Plenarsaal geführt und lernten später in einem Rollenspiel, wie ein Gesetz verabschiedet wird. Dabei wurde ganz nebenbei von unserem "Bundesratspräsidenten" Robert L. das neue Bundesland "Saarland-Pfalz" gegründet. Wäre dieses Rollenspiel ein echter Gesetzesbeschluss gewesen, dürften nun alle 16-Jährigen bis 22. Uhr Auto fahren. (...) Der anschließende Besuch des größten Kaufhauses von Berlin, des KaDeWes, machte uns schnell Folgendes klar: Nichts war bisher so kostspielig und elegant, wie das "Kaufhaus des Westens", in dem selbst ein Bleistift bis zu 2 Euro kosten kann. Das Nachmittagsprogramm endete mit einem Bummel über den Kurfürstendamm, wo wir keine Mühe hatten, unser Taschengeld auszugeben. (...)

Am Freitag legten wir noch einen kleinen Bildungsendspurt ein, indem wir das Museum für Verkehr und Technik - mit einer Lok aus Borken! - und die dazugehörige Ausstellung "Spectrum" besuchten. (...) Dieses Museum zum Anfassen, Selbermachen und Ausprobieren ersetzt so manche Physikstunde und ist auf jeden Fall einen ausführlichen Besuch wert. (...) Und dann hieß es am nächsten Morgen Abschied nehmen von einer aufregenden, sonnigen Woche in unserer Hauptstadt. Nach dem dort Erlebten sind wir uns wohl alle einig: Berlin ist auf jeden Fall eine Reise wert ist."

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