Ingrid Steegers kleines Gastspiel bei Landgraf Philipp

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Homberg. Die Fernseh- und Comedy-Ikone macht eine Stippvisite in der Kreisstadt des Schwalm-Eder-Kreises

Homberg. Sie war eine der beiden "Himmlischen Töchter", hatte den "Wilden Westen inklusive", spielte neben Mario Adorf im "Großen Bellheim", schrieb deutsche Comedy-Geschichte und zeigte Kunstprovokateur Christoph Schlingensief selbstbewusst seine Grenzen auf. Jetzt war die Goldene Kamera- und Bambi-Preisträgerin Ingrid Steeger zu Besuch in der Kreisstadt. An ihrer Seite: Ihre ständige Begleiterin, Yorkshire-Terrier Eliza Doolitte,

Auf Einladung des Homberger Anzeigers bekam "die Steeger" eine exklusive Führung durch die Reformationsstadt Hessens geboten. Begleitet wurde sie dabei vom Intendanten der Kasseler Komödie, Markus Exner, Stadtmarketinggeschäftsführer Dirk Richhardt, Chefredakteur Rainer Hahne, der Fotografin Karin Wiegand und der künstlerischen Leiterin der Kleinen Bühne Schwalm-Eder, Almuth Karger.

Unbekannte Orte

Auf dem Programm standen eine Stadtbesichtigung, eine Führung durch die Reformationskirche und ein Abstecher in die Stadthalle. Ein Besuch in den Homberger Cafés durfte selbstverständlich auch nicht fehlen. Nebenbei wurden noch einige versteckte Ecken besichtigt, die selbst viele eingefleischte Homberger nicht kennen.

Dabei zeigte sich, dass das kleine Homberg auch weitgereiste Glolbetrotter überzeugen kann. Immerhin hat Ingrid Steeger in ihrer langen Karriere viel von der Welt gesehen. Sie kennt viele Metropolen, lebte lange Zeit im Ausland und war, ganz abenteuerlich, sogar zu Fuß und ganz allein im afrikanischen Busch und in der amerikanischen Wüste unterwegs. Trotzdem konnte der Charme der kleinen Fachwerkstadt auf sie wirken. "Diese Stadt hat etwas sehr entspanntes und unkompliziertes, fernab von allem Großstadtstress", so ihr Resümee. Dabei zeigte sie sich der Tulpen-Fan von den "vielen kleinen Blumenläden, die überall in der Stadt verteilt sind", begeistert.

Entgegen dem Image

Mit dem Bild einer "Ulknudel" hatte die vierfache Bravo-Otto-Preisträgerin nicht viel gemein. Die große Frau der deutschen Comedy zeigte sich vielmehr nachdenklich, höflich und unkompliziert. So stand sie den Fans und Bewunderern, die sie auf dem Marktplatz ansprachen, gerne für private Fotos zur Verfügung. "Wenn Landgraf Philipp damals eine Ingrid Steeger getroffen hätte, dann wäre er bestimmt nicht die politisch Unkluge Doppelehe eingegangen und allerlei Zank und Streit wäre vermieden worden", scherzte der Historiker Dirk Richhardt. "Naja, wer sagt denn, dass ich den genommen hätte", konterte die Schauspielerin.

Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch der Homberger Stadthalle, die der Kleinen Bühne als fester Auftrittsort dient. Während sich Theaterleiter Exner mit Stadthallen-Allrounder Jürgen Harbusch über die technische Ausstattung unterhielt, erklommen die Steeger und Almuth Karger gemeinsam die Homberger Bühne und wagten anschließend einen kleinen Blick hinter die Kulissen. Bei einem anschließenden Kaffeeplausch teilten die Schauspielkollegen amüsante Theateranekdoten und Erfahrungen aus.

Derzeit spielt Ingrid Steeger in dem Stück "Sei lieb zu meiner Frau" auf der Bühne der Komödie Kassel.

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