Jeder kann Opfer sein

Von CHRISTINA WOLTERSMelsungen. PiT ist was Gutes, bringt es Efkan aus der Jahrgangsstufe 8 der Fuldatal-Schule nach neun Projekttagen a

Von CHRISTINA WOLTERS

Melsungen. PiT ist was Gutes, bringt es Efkan aus der Jahrgangsstufe 8 der Fuldatal-Schule nach neun Projekttagen auf den Punkt. Er und seine Schulkameraden haben an dem Gewaltprventionsprogramm mit dem Namen Prvention im Team (PiT) teilgenommen. Das PiT-Team bestehend aus den beiden Lehrern Anke Kellner und Michael Kratzsch, dem Polizisten Bernd Ebert und Sozialpdagogin Gabi Gener-Grl vom Jugendtreff ist mit der Schlergruppe verschiedene Situationen durchgegangen, in denen Gewalt vorkommen kann: Wichtig beim Prinzip von PiT ist es, dass wir uns nicht um die Tter kmmern, sondern die Opfer strken, erklrt Michael Kratzsch. In allen mglichen Lsungsanstzen der Konfliktsituationen bleibe der Tter unbeachtet. Es gehe darum, nicht auf die Tricks der Tter hereinzufallen, Konflikte frhzeitig zu erkennen und mglichst schnell aus der brenzligen Situation auszusteigen. Doch was tun, wenn man erst einmal in eine Gewaltsituation geraten ist? PiT gibt die Antwort: Gewaltfrei aussteigen, Freunde zur Hilfe holen, potenzielle Helfer direkt ansprechen. PiT beschrnkt sich nicht auf Gewalt in der Schule. Vielmehr soll auf das gesamtgesellschaftliche Problem der Gewalt aufmerksam gemacht werden.

Gewaltfreier Umgang

Opfer knnen wir alle jederzeit werden, wei Projektleiter Dirk Friedrichs. Nicht einmal Polizisten sind davon ausgenommen. An der Fuldatal-Schule wird PiT seit 2005 durchgefhrt. Das PiT-Projekt ist fester Bestandteil der achten Klassen geworden. Gewaltfreier Umgang soll sich in den Kpfen der Schler festsetzen. Das geht am besten, in dem Konfliktsituationen immer und immer wieder nachgespielt werden, erklrt Kratzsch. Nur wenn die Handlungsmglichkeiten fest verankert sind, knnen die Schler sie in brenzligen Situationen ohne zu zgern anwenden. Von den Auswirkungen der Trainingseinheiten profitiert auch die Schule. Man bemerkt Unterschiede im Umgang miteinander, sagt Friedrichs. Deshalb gelte es auch, das Projekt weiterzufhren. Das Projekt ist auf einen lngeren Zeitraum ausgelegt. Alle Schler sollen nach und nach daran teilnehmen.

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