Jetzt dem Katzenelend gemeinsam ein Ende setzen

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Schwalm-Eder. Tierschutzverein Neukirchen und Umgebung ruft zum Handeln auf.

Schwalm-Eder. Jährlich verschwinden unzählige Katzen spurlos. Viele fallen dem Straßenverkehr zum Opfer, andere werden im Rahmen des Jagdschutzes geschossen. Doch immer wieder kommen auch Straftaten ans Tageslicht. Dabei werden Katzen ertränkt, erschlagen oder zu Tode gequält.Allein in Deutschland leben mehrere hunderttausend Katzen in Freiheit – meist verwilderte Tiere, die unter Krankheiten und Parasiten leiden. Weitere hunderttausend Katzen fristen ihr Dasein in Tierheimen.

Daher startete der Tierschutzverein Neukirchen und Umgebung kürzlich einen Aufruf. Dieser richtet sich an alle pflichtbewussten Halter von Katzen und Katern in den Schwälmer Städten und Dörfern. "Ich bitte alle darum, uns zu helfen, das Katzenelend einzudämmen", so der Appell der Vereinsvorsitzenden Inge Noll. Die Tierliebhaberin aus Neukirchen erklärt, dass sich Katzennachwuchs immer wieder einstelle. Bereits mit einem halben Jahr sei eine Katze geschlechtsreif. Katzen werden, so Noll, mehrfach im Jahr rollig – immer zwischen April und September. Schon nach 63 Tagen werden die ersten Kidden geboren. Um das Katzenelend anhand von Zahlen zu verdeutlichen, hat der Deutsche Tierschutzbund in einer Info-Broschüre eine Rechnung aufgestellt: Bekomme eine Katze im Jahr wenigstens zweimal Nachwuchs und es überleben nur drei Junge und die Katzen suchen sich jeweils fremde Partner, ergebe dies nach einem Zeitraum von zehn Jahren die stattliche Anzahl von mehr als 240 Millionen Nachkommen. "Doch auch drei Würfe pro Jahr mit sechs bis acht Jungen sind möglich", ergänzt Noll.

Die Lösung des Problems: die Eindämmung der Population durch Kastration und Sterilisation. Durch den operativen Eingriff werden männliche beziehungsweise weibliche Katzen unfruchtbar gemacht. Für Tierärzte sei der Eingriff Routine, für die Tiere ungefährlich.

Zuschüsse des Tierschutzvereins

Die Sterilisation, die etwa 45 Euro pro Katze kostet, wird vom Tierschutzverein Neukirchen und Umgebung mit 15 Euro bezuschusst. Die Kastration eines Katers kostet etwa 100 Euro. Hier gewährt der Tierschutzverein einen Zuschuss von 25 Euro. Darüber hinaus nehmen die Vereinsmitglieder kleine Katzen auf und vermitteln diese für rund 30 Euro an liebevolle Tierhalter weiter.

Um auch künftig notwendige Behandlungen finanziell unterstützen und herrenlose Katzen versorgen zu können, ist der Tierschutzverein auf Spenden angewiesen. Wenn auch Sie einen Beitrag leisten möchten: Spendenkonto bei der VR Bank HessenLand, IBAN: DE87 5309 3200 0002 6343 50. Für Infos: Tel. 06694 / 1694 oder tierschutzverein-neukirchen.de

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