Jetzt liegt es an der Stadt

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Die Stadtverordneten müssen entscheiden, ob im Bereich der ehemaligen Dörnbergkaserne ein Gewerbegebiet entstehen soll. Foto: Pfeil

Homberg. Stadtverordnete müssen über die Nutzung der Dörnbergkaserne entscheiden.

Homberg. Wenn es nach dem Regionalversammlung Nordhessen geht, darf im Bereich der ehemaligen Dörnbergkaserne ein 6,1 Hektar großes Industrie- und Gewerbegebiet entstehen. Der Zentralausschuss der Regionalversammlung hat einer Änderung des Regionalplanes am Montag einstimmig zugestimmt.

Ursprünglich war das Gelände für zusätzliche Wohn- und Mischbauflächen vorgesehen. Für eine weitere Wohnflächenausweitung besteht jedoch laut dem in Aufstellung befindlichen Flächennutzungsplan (FNP) der Stadt Homberg kein Bedarf. Stattdessen habe die Stadt die infrastrukturelle Erhaltung der bestehenden Standorte als langfristiges Ziel ins Auge gefasst.

Auch ohne die Abweichungsflächen verfügt die Stadt Homberg bisher über gut 70 Hektar Flächenreserven die für eine weitere gewerbliche Nutzung zur Verfügung stehen. Mit Blick auf die umfangreiche bestehende Substanz im Plangebiet und die bereits erfolgten Umnutzung verschiedener Gebiete sieht es der Zentralausschuss allerdings als sinnvoll an, auch die übrigen früheren Kasernenflächen weiter baulich zu nutzen.

"Mit Blick auf diese Gesichtspunkte und Argumente ist es vertretbar, den Abweichungsantrag zu entsprechen und die beantragten Flächen nicht länger für Siedlungszwecke und damit auch für Wohnbaunutzungen zu sichern, sondern deren gewerbliche Entwicklung zuzulassen. Damit erhöht sich das in Homberg verfügbare gewerbliche Entwicklungsflächenpotential zwar nochmals um gut vier Hektar, aber es handelt sich um bereits baulich genutzte Flächen mit schon heute erheblichen Bodeneingriffen und Versiegelungen", schreibt das Regierungspräsidium (RP) Kassel in einer Pressemittlung.

Laut der Stellungnahme der Regionalversammlung wurden dem Zentralausschuss keinerlei durchgreifende Bedenken gegen das Abweichungsverfahren vorgetragen. Auch die Landwirtschaftsverwaltung sowie die untere Naturschutzbehörde haben keine grundsätzlichen Bedenken gegen die geplante Flächenumwidmung geäußert.

Widerstand angekündigt

"Der Bebauungsplan hat bisher alle Hürden mit Bravour genommen, allerdings steht noch die letzte Hürde kurz bevor. Die Stadtverordnetenversammlung muss entscheiden, ob der Bebauungsplan geändert wird", kommentiert der Stadtverordnete Axel Althaus die Entscheidung aus Kassel. Der Beschluss wird vermutlich in der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 14. November auf der Tagesordnung stehen. Dort wurde bereits Widerstand angekündigt.

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