,Der Jopi Heesters der Kommunalpolitik’

Seine Familie gab ihm immer Rückhalt während seiner langjährigen Amtszeit: Ehrenbürgermeister Erich Diehl mit Ehefrau Edith und den beide

Seine Familie gab ihm immer Rückhalt während seiner langjährigen Amtszeit: Ehrenbürgermeister Erich Diehl mit Ehefrau Edith und den beiden Söhnen Markus (li.) und Martin (re.). Fotos: Köster

Schrecksbach. So voll war es bei einer offiziellen Sitzung der Gemeindevertretung noch nie in Schrecksbach und dass, obwohl nur ein Punkt auf der Tagesordnung stand: Die Verabschiedung von Bürgermeister Erich Diehl. Nach fast 24 Jahren trat Diehl aus gesundheitlichen Gründen vom Amt des Bürgermeisters zurück.

Aus diesem Anlass hatten sich über 250 Gäste in der festlich geschmückten Mehrzweckhalle eingefunden, darunter zahlreiche Kollegen und langjährige Weggefährten. Martin Michel, der Vorsitzende der Gemeindevertretung, führte durch den Abend.

"Eine Chronik würde den Abend sprengen", sagte Erster Beigeordneter Thorsten Biesenroth beim Rückblick auf das Wirken des 63-Jährigen. Nach der Verleihung der Ehrenplakette der Gemeinde Schrecksbach in Gold und Ernennung zum Ehrenbürgermeister erhielt Diehl stehende Ovationen, bevor er sich wieder zu seiner Frau Edith Diehl und den beiden Söhnen Markus und Martin Diehl setzte.

"Es kommen einem viele schöne Erinnerungen in den Sinn, aber es ist auch ein Tag, an dem eine große Last von den Schultern fällt", sagte Vizelandrat Winfried Becker. "Erich Diehl war Bürgermeister mit voller Überzeugung", fuhr Becker fort, "aber die Gesundheit ist das höchste Gut", mahnte er zugleich.

"Beim Job des Bürgermeisters muss man alles mal sieben rechnen", erklärte Bundestagsabgeordneter Dr. Edgar Franke, daher bezeichnete er Diehl als den "Jopie Heesters der Kommunalpolitik". Wehmütig zeigte sich auch Dietmar Schaub, "es ist nicht nur die Verabschiedung des Chefs, sondern auch eines Kollegen", sagte der Büroleiter.

Nach vielen weiteren Rednern trat Erich Diehl selbst auf die Bühne. "Ich glaube, ich bin heute zehn Jahre älter geworden", sagte er anlässlich der vielen Ehrungen zu seiner Verabschiedung. "Es ist nicht so einfach, Adé zu sagen", meinte der scheidende Bürgermeister bei seinem "letzten Redebeitrag" in der Gemeindevertretersitzung sichtlich bewegt. "Ohne Rückhalt aus der Familie ist dieser Job nicht zu machen", wusste er und schenkte deshalb seiner Frau Edith einen Strauß mit 23 roten Rosen – für jedes Jahr seiner Amtszeit eine.

Nach seinem Rückblick auf die fast 50 vergangenen Jahre im öffentlichen Dienst, vor allem aber seine Jahre als Bürgermeister von Schrecksbach, sagte er zum Abschied: "Danke und auf Wiedersehen".

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