Joseph und die Jesuiten: Das steckt im neuen Papstwappen

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Von DR. SVEN HILBERTFritzlar. Zu den Vorrechten einer päpstlichen Basilika gehört das Wappen über dem Eingang. Auch am Fritzlarer Dom, der seit 200

Von DR. SVEN HILBERT

Fritzlar.Zu den Vorrechten einer päpstlichen Basilika gehört das Wappen über dem Eingang. Auch am Fritzlarer Dom, der seit 2004 mit diesem Signet glänzt, funkeln über dem Westportal Schlüssel und Dreifachkrone.

Auf dem Schild war seit dem 13. März nur der Satz "Habemus Papam – Wir haben einen Papst" zu lesen. Denn es sollte noch einige Zeit dauern, bis Franziskus sein Wappen bestimmt und veröffentlicht hatte. Dann konnte auch für die Fritzlarer Basilika ein neuer Schild angefertigt werden.

Auf blauem Grund ist zentral das Siegel des Jesuitenordens zu sehen, dem der Papst angehört. Es besteht aus einem goldenen, die Sonne darstellenden Strahlenkranz mit dem roten Christusmonogramm IHS, dessen H von einem Kreuz überragt wird. Darunter finden sich in schwarz die drei Nägel, mit denen Christus auf Golgatha ans Kreuz geschlagen wurde. Sie stehen im Jesuitenorden für die Gelübde der Armut, des Gehorsams und der Keuschheit. Der Stern links unten symbolisiert nach alter heraldischer Tradition die Jungfrau Maria, Mutter Christi und der Kirche.

Ein fünfzackiger Stern führte allerdings zu einigen Irritationen. Er wurde in den vergangenen Jahrhunderten nicht nur von Freimaurern, sondern auch von Kommunisten und Anarchisten als Symbol verwendet. Der Vatikan hat deshalb inzwischen ein korrigiertes Wappen veröffentlicht, bei dem wieder auf den traditionellen achtstrahligen Stern zurückgegriffen wurde.

Unten rechts befindet sich keine Weintraube, wie die Darstellung auf den ersten Blick vermuten lässt, sondern eine Nardenblüte. Dabei handelt es sich um ein Pflanze aus der Himalaya-Region, die schon in der Antike bis in den Mittelmeerraum exportiert und zur Herstellung kostbarer Öle und Salben verwendet wurde. Sie symbolisiert den heiligen Joseph, den Patron der Weltkirche.

Die beiden Symbole, die wie das Jesuiten-Siegel bereits im Bischofswappen von Jorge Mario Bergoglio zu sehen waren, drücken die besondere Verehrung des Heiligen Vaters für die Gottesmutter und den heiligen Joseph aus.

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