Junger Champion im ältesten Sport der Welt: Henri Alter ist Deutscher Jugendmeister im Steinstoßen

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Melsungen. Deutscher Meister im Steinewerfen? Hoppla, wird da mancher beim schnellen Lesen denken. Gibt es denn jetzt schon einen Wettbewerb für gewa

Melsungen. Deutscher Meister im Steinewerfen? Hoppla, wird da mancher beim schnellen Lesen denken. Gibt es denn jetzt schon einen Wettbewerb für gewaltbereite Chaoten und Berufsdemonstranten? Doch wer so denkt, hat weit gefehlt. Denn das Steinstoßen, so der richtige Name, gehört zu den ältesten Sportarten der Menschheit.

Doch nur einmal, 1906  in  Athen, war die Sportart olympische Disziplin. Sieger damals war Nikolaos Georgantas aus Griechenland. Doch dann verschwand das Steinstoßen aus dem Blick der Öffentlichkeit. Wurde zur vielleicht unbekanntesten Sportart der Welt. Nun schickt sich ein junger Nordhesse an in die Fußstapfen des Griechen zu treten.

Geschenk für den Vater

Bei den internationalen Deutschen Meisterschaften im Rasenkraftsport der Schüler, Jugend und Junioren in Hückelhoven bei Aachen, triumphierte der Melsunger Gesamtschüler Henri Alter im Steinstoßen der männlichen B-Jugend und bereitete seinem Vater damit gleichzeitig das schönste Geburtstagsgeschenk.

Alter, der erst in einem Monat sein 16. Lebensjahr vollendet und in diesem Jahr im Dreisprung für Furore sorgte, als er bei den süddeutschen Meisterschaften überraschend den vierten Platz belegen konnte, hatte zwei Wochen vorher als Landesmeister in Fürth (Odenwald) den 7,5-Kilo-Stein auf 8,98 Meter gewuchtet. Beim Abschluss-Training im Melsunger Waldstadon hatte er den ziegelförmigen Eisenstein bereits zuvor mehrmals über die 10-Meter-Marke gestoßen.

Der vielseitige Nachwuchs-Athlet, der auch den Speer weit über 50 Meter werfen kann, startete bei  den deutschen Meisterschaften in Hückelhoven in der Gewichtsklasse unter 62 Kilo.

Wie gut er in Form ist, demonstrierte er mit jedem seiner sechs Stöße, denn am Ende hatte er mehr als einen Meter Vorsprung.  Mit 9,55 Meter siegte er souverän vor dem Trauchgauer Philipp Remmler (8,36 Meter) und Manuel Ospelt, der auf 6,73 Meter kam.

EXTRA TIP

Eine der ältesten Sportarten der Welt

Steinstoßen ist eine der ältesten Sportarten der Menschheit. Die vorgeschichtliche  Nutzung von Steinen als Wurfwaffe erforderte spezielles Training für Weite und Zielgenauigkeit, woraus sich auch ein spielerischer Umgang entwickelte.

Der heutige Wettkampfcharakter hat seinen Ursprung in der Schweiz, wo Hirten und Sennen das Steinstoßen als Kräftespiel ausübten.

Schon im 13. Jahrhundert wurde in Basel auf dem Petersplatz "der Stein gestoßen", und bei den eidgenössischen Schützenfesten gab es im 15. Jahrhundert neben dem Schießen auch offene Spiele, zu denen das Steinstoßen gehörte.(Quelle Wikipedia)

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