Kaum Bewegung auf dem Arbeitsmarkt

Der milde Winter ermöglichte es dem Bauhandwerk durchzuarbeiten. Neueinstellungen gab es aber kaum. Foto: Archiv
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Der milde Winter ermöglichte es dem Bauhandwerk durchzuarbeiten. Neueinstellungen gab es aber kaum. Foto: Archiv

Schwalm-Eder. Baugewerbe vertraut auf die Stammbelegschaft, Gastronomie hat noch keinen Bedarf.

Schwalm-Eder / Waldeck-Frankenberg. Auch wenn der Frühling schon in der Luft liegt, auf dem Arbeitsmarkt ist er noch nicht angekommen. Im Gegenteil: Die Arbeitslosenquote verharrt im Februar bei 5,6 Prozent, ist damit identisch mit dem Januarwert, aber etwas niedriger als die 5,7 Prozent im Februar 2013. Auch die Anzahl der Arbeitslosen zeigt sich fast unverändert, stieg nur um drei Personen im Monatsvergleich an. Somit sind aktuell 10.061 Menschen ohne Beschäftigung im Agenturbezirk registriert. Im Januar waren es 10.058, vor einem Jahr 10.139 Arbeitslose.

Aktuell 1.587 offene Stellen

Der Stellenbestand mit aktuell 1587 Offerten hat sich gegenüber Januar leicht um 2,3 Prozent erhöht, bleibt damit aber hinter der durchschnittlichen Entwicklung der letzten fünf Jahre von 16,8 Prozent zurück. Saisonüblich präsentiert sich der Zugang an Jobangeboten. Mit 678 neuen Beschäftigungs-möglichkeiten ist ein Zuwachs um 154 oder 29,4 Prozent festzustellen. Somit wurden seit Jahresbeginn mehr Stellen als im Vorjahreszeitraum gemeldet, während hessenweit hier ein Rückgang zu ver-zeichnen ist.

Eine unterschiedliche Entwicklung nimmt der Arbeitsmarkt in den beiden Landkreisen sowohl im Monats- wie im Jahresvergleich. Während die Arbeitslosigkeit in Schwalm-Eder anstieg, ging sie in Waldeck-Frankenberg zurück. So kletterte die Arbeitslosenquote in der Schwalm um 0,1 Punkte zum Vormonat und um 0,2 Punkte zum Vorjahr auf jetzt 5,8 Prozent. In Waldeck-Frankenberg dagegen schrumpfte sie um 0,3 Punkte zu Februar 2013 und zeigte sich unverändert zum Januar 2014 bei jetzt 5,4 Prozent.

Für Gastro-Branche noch zu früh

"Wir erleben zurzeit einen sehr ruhigen Arbeitsmarkt", bilanziert Uwe Kemper, Leiter der Agentur für Arbeit Korbach. Der milde Winter ermögliche zwar dem Handwerk, insbesondere dem Bau- und Baunebengewerbe, durchzuarbeiten, doch dies geschehe nicht über Neueinstellungen sondern mit der Stammbelegschaft. Auch in der Hotel- und Gaststättenbranche sei es für Wiedereinstellungen für die kommende Saison noch zu früh. "Aktuell ist in vielen Branchen eine Zurückhaltung der Arbeitgeber zu beobachten", betont der Agenturchef.

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