Keine Angst um die Sicherheit! - Ein Leserbrief von Ingo Krumpholz

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Ein Leserbrief zum Thema "Neubau JVA Sicherungsverwahrung", vom 18. September. Mit Erstaunen musste ich den Bericht im Schwälmer Boten und

Ein Leserbrief zum Thema "Neubau JVA Sicherungsverwahrung", vom 18. September.

Mit Erstaunen musste ich den Bericht im Schwälmer Boten und die Meinung unseres Bürgermeisters zur Kenntnis nehmen. Herr Kröll möchte nicht vor gemachte Tatsachen gestellt werden. Na toll! Hätte er das vor Kurzem in einer anderen Sache auch mal so gehandhabt; hier wurde eine Volksbefragung im Übrigen abgelehnt.

Kein Ziegenhainer oder, wie Herr Kröll sagen würde, Schwalmstädter muss sich in Zukunft mehr Angst um die Sicherheit machen als in der Vergangenheit. Die so genannte Sicherungsverwahrung in Schwalmstadt gibt es doch schon seit 40 und mehr Jahren. Von daher muss ich mich über die gemachte Polemik doch sehr wundern. Die Sicherungsverwahrten werden nur in ein separates und extra gebautes Gebäude verlegt, mehr nicht.

Der Arbeitskreis Festung macht sich Gedanken um die Entwicklungsperspektiven, ich sage ihnen: kommt der Neubau hier in Schwalmstadt nicht, machen wir in geschätzten zehn Jahren die gesamte JVA Schwalmstadt zu, und der Arbeitskreis hat viel, viel Arbeit mit dem Schloss und dem Neubau (Ruine).

Der Arbeitskreis soll ebenfalls mal berichten, als was der so genannte Kugelkeller denn genutzt wird, zurzeit. Wer führt denn die Arbeiten in der Festung eigentlich aus, am Wallgraben usw.? Der Bedienstete der Landwirtschaft mit den gelockerten Gefangenen. Ist man sich eigentlich bewusst, wie viele Arbeitsplätze an so einem Projekt hängen?

Im Übrigen fahren die Autos jetzt schon am Wallgraben, gegenüber dem Hotel Rosengarten, zum Parkplatz und dem dann neuen Gebäude. Wo wird da also der so tolle Paradeplatz in Mitleidenschaft gezogen? Welcher Lkw passt schon durch das Zeughoftor?

Mir, als Bedienstetem der JVA Schwalmstadt, könnte das ja egal sein, ist es aber nicht. Die Anstaltsleitung, wie auch der Personalrat, kämpft meines Wissens hier um diesen Neubau. Und von Einigen  der Politik wird das mit Füßen heftig wieder eingetreten. Als SPD-Mitglied habe ich für so etwas kein Verständnis.

Aber mich befremdet es sehr, dass nicht alle Parteien hier an einem Strang ziehen, und eine Person womöglich denkt: Nach mir die Sintflut.

So, hoffe ich, denken die Bürger von Schwalmstadt nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Krumpholz, Ziegenhain

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