Keine Hoffnung mehr

Von ANDREAS BERNHARDMelsungen. Willy Kallies ist wohl tot. Die Hoffnung den seit einer Woche verschwundenen Altenheimbewohner lebend zu finden sind ge

Von ANDREAS BERNHARD

Melsungen. Willy Kallies ist wohl tot. Die Hoffnung den seit einer Woche verschwundenen Altenheimbewohner lebend zu finden sind geschwunden. Seit Mittwoch ist die Suche nach ihm eingestellt.

Zu Lande, zu Wasser und in der Luft in den Tagen zuvor hatte die Polizei Melsungen, untersttzt von zahlreichen Helfern, nichts unversucht gelassen, den 79-Jhrigen zu finden. Bereitschaftspolizisten und Freiwillige Feuerwehren hatten das Gebiet stlich von Melsungen, um die Kaiserau, den Stadtwald und am Wildsberg durchkmmt, Hubschrauber das Gebiet in dem der Vermisste vermutet wurde mehrfach berflogen.

Ein speziell ausgebildeter Sprhund ein sogenannter Mantrailer war auf die Fhrte des Mannes angesetzt worden,. Die Bundespolizei berprfte die ICE Tunnel. Rettungshundestaffeln aus ganz Nordhessen eilten zu Hilfe. Sogar Taucher waren im Einsatz. Sie untersuchten einige Fischteiche. Alles ergebnislos. Auch die von der Polizei verteilten Suchplakate und die Berichterstattung in unserer Zeitung brachten bislang keine neuen Hinweise aus der Bevlkerung.

Alarm vom Handgelenk

Das Schicksal von Willy Kallies bleibt im Dunkeln. Klar ist nur: Der schwer Demenzkranke und deshalb orientierungslose Mann hatte am Samstag, um 7.15 Uhr das AWO-Altenzentrum Dr.-Horst-Schmidt-Haus durch einen der Notausgnge verlassen. Ein spezielles Armband an seinem Handgelenk lste daraufhin Alarm aus. Meine Mitarbeiter haben sofort nach ihm gesucht, berichtet Heimleiter Uwe Marth, doch Kallies blieb unauffindbar. Daraufhin wurde die Polizei eingeschaltet.

Zuletzt gesehen wurde Willy Kallies vermutlich am vergangenen Sonntagabend, gegen 18.45 Uhr im Kirchhfer Grund bei Adelshausen.

Glaubwrdiger Zeuge

Die Personenbeschreibung des Zeugen ist sehr glaubwrdig, besttigt Karsten Rommel von der Polizeistation Melsungen. Die Beamten erstellten ein Persnlichkeitsprofil des Vermissten, um die Suche einzuschrnken. Wir glauben nicht, dass er in einen Zug eingestiegen ist, so Rommel, der den Fall inzwischen an die Kripo in Homberg weitergegeben hat.

Enttuschung bei der Polizei und ihren Helfern trifft auf Niedergeschlagenheit im Altenheim.

So ein tragisches Ereignis hatten wir seit 30 Jahren nicht, sagt Uwe Marth. Die ebenfalls im Altenwohnheim lebende Ehefrau von Willy Kallies wei noch nichts vom Tod ihres Mannes. Sie ist ebenfalls dement. Deshalb, so Marth, sagen wir es ihr nur, wenn sie danach fragen sollte.

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