Auf Knopfdruck in den Brummi

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Dissen. Spediteur entwickelt Einstiegshilfe für seinen gehbehinderten Sohn- auch schwergewichtige und ältere Fahrer könnten profitieren

Dissen. Dennis Wurst drückt auf einen Knopf und mit leisem Surren wird er vom Boden in das Führerhaus seines 18-Tonners gehoben. "Mein Sohn ist einer meiner treuesten Fahrer im Betrieb", erklärt Karl Wurst, der Chef des Transportunternehmens H. Schubert in Dissen, "jedoch plagt ihn schon von Geburt an eine Gehbehinderung, die ihm den Einstieg in unsere Fahrzeuge sehr erschwert." So kam er auf die Idee selbst eine Einstiegshilfe zu erfinden.

Einmalige Erfindung

"Ich habe vorher lange im Internet recherchiert, aber nichts entsprechendes gefunden", so Wurst. Also machte sich der Firmenchef zusammen mit dem 82-jährigen Ingenieur Willi Krug, der ebenfalls in Dissen wohnt, ans Werk. Ein starker Elektromotor musste her, dazu ein Kettenlaufwerk. Sechs Monate später war die Einstiegshilfe fertig und in den Lkw eingebaut. Mindestens 180 Kilo soll der Antrieb schaffen. Nichts ragt nach außen, der kleine Lift wirkt wie eine Sonderausstattung ab Werk. "Wir haben alles selbst gebaut", so der Familienunternehmer stolz.Eine echte Truck-Innovation. Und die könnte auch anderen Brummifahrern das Berufsleben erleichtern. "Das gute an der Erfindung ist, dass sie nicht nur Menschen mit Gehbehinderung hilft, sondern auch schwergewichtige oder ältere Fahrer davon profitieren könnten", erklärt Wurst. Ob die Erfindung aus Dissen demnächst in Serie produziert wird, hängt nun von den Lkw-Herstellern ab.

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