Wo die Köpfe rollen: Ministerin Puttrich besucht Hengstenberg in Fritzlar

Von DR. SVEN HILBERTSchwalm-Eder. Kohlköpfe so weit das Auge reicht: Wenn Massen von Traktoren, deren Anhänger bis oben hin mit dem runden Gemüse

Von DR. SVEN HILBERT

Schwalm-Eder. Kohlköpfe so weit das Auge reicht: Wenn Massen von Traktoren, deren Anhänger bis oben hin mit dem runden Gemüse beladen sind, wieder das Stadtbild prägen, dann läuft die größte Sauerkrautfabrik der Welt wieder auf Hochtouren.

Mit bis zu 250 Beschäftigten ist das Fritzlarer Werk der Firma Hengstenberg nach der Bundeswehr der größte Arbeitgeber in der Domstadt. Insgesamt kommen dort pro Saison rund 33.000 Tonnen Weißkohl und 6.000 Tonnen Rotkohl unters Messer. Das hat natürlich eine große Bedeutung für den heimischen Gemüseanbau, denn auf einer Fläche von 500 Hektar reift in der Region der Kohl ausschließlich für Hengstenberg. Das entspricht in etwa einer Fläche von 700 Fußballfeldern.

Hessens Landwirtschaftsministerin Lucia Puttrich (CDU) besichtigte jetzt persönlich den Betrieb, wo im wahrsten Sinne des Wortes die Köpfe rollen. Diese werden zunächst geprüft, bevor die Arbeiter mit dem sogenannten Abschnitt die grünen Blätter entfernen. Dann wird der Kohl maschinell zerkleinert und in große Silos verfrachtet. Nach rund einer Woche Gärung wird das fertige Sauerkraut in bis zu zehn Liter große Dosen – zum Beispiel für Großbetriebe – sowie in Gläser oder Beutel gefüllt.

"Wenn ich mir die Produktion hier ansehe, ist das schon eine spannende Sache", gestand die Ministerin nach der Betriebsführung mit Werksleiterin Sabine Arazi. "Krauts gilt ja als Schimpfwort für die Deutschen. Wir nehmen es als Herausforderung", betonte Geschäftsführer Steffen Hengstenberg.

Mit von der Partie waren außerdem die Erste Stadträtin Friedgard Trosse, Kreistagsvorsitzender Michael Kreutzmann, der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Christian Seyffarth sowie Bürgermeisterkandidat Hartmut Spogat. Die Fritzlarer Niederlassung feierte in diesem Jahr übrigens ihren 50. Geburtstag.

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