Kritik an Sparplänen zur Ausbildungsförderung

Schwalm-Eder. Die SPD im Hessischen Landtag hat die Landesregierung aufgefordert, die Mittel für die Ausbildung schwer vermittelbarer Jugendlicher ni

Schwalm-Eder. Die SPD im Hessischen Landtag hat die Landesregierung aufgefordert, die Mittel für die Ausbildung schwer vermittelbarer Jugendlicher nicht weiter zu kürzen. Sozialminister Stefan Grüttner hat angekündigt, die Mittel um 40 Prozent zu reduzieren und damit die Ausbildungsförderung von 17 Millionen Euro auf rund zehn Millionen Euro für die nächsten vier Jahre zu reduzieren.

Völlig falsch

"Es ist fast zwangsläufig damit zu rechnen, dass die Kürzung auf Landesebene bis nach unten durchschlägt, so dass auch nur noch 40 Prozent der bisherigen Maßnahmen im Schwalm-Eder-Kreis umgesetzt werden können", befürchtet der

Parlamentarische Geschäftsführer Günter Rudolph. Er kritisiert: "Das ist eine völlig falsche Sparmaßnahme, denn gerade benachteiligte Jugendliche brauchen diese Unterstützung, um zu einem Ausbildungsabschluss zu gelangen." Die SPD wolle keinen jungen Menschen ohne Ausbildung und damit ohne Chance auf einen Arbeitsplatz lassen. Insbesondere Jugendliche, die unter sozialbenachteiligten Bedingungen aufwachsen, hätten es schwer, einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden. "Sie sind auf Unterstützung durch das Ausbildungsbudget angewiesen", so Rudolph. Die nun geplanten Einschnitte beim Fördergeld zur Integration benachteiligter Jugendlicher in den Arbeitsmarkt sorgen zu Recht für massive Kritik. Gerade mit Blick auf den zunehmenden Fachkräftemangel sei eher ein stärkeres Engagement bei der Qualifizierung junger Menschen notwendig, als Kürzungen. Es sei skandalös, wie mit jungen Menschen, die sonst keine Chance auf eine Stelle hätten, umgegangen werde, kritisiert Rudolph.

Jugendliche in Ausbildung bringen

Ziel und Forderung der SPD sei es, benachteiligte Jugendliche in Ausbildung zu bringen und ihnen zu einem Abschluss zu verhelfen, so dass sie ihren künftigen Lebensunterhalt selbst verdienen können. Solche Maßnahmen entlasteten die Sozialkassen und gäben den Jungendlichen eine wichtige Perspektive und Lebensmut.

Die beabsichtigte Kürzung beim Ausbildungsbudget sei eine Katastrophe für benachteiligte Jugendliche und stelle zu dem auch einen erneuten Wortbruch der Landesregierung gegenüber den Kommunen und den freien Ausbildungsträgern dar. "Das Geld kann nicht besser angelegt werden, als in die Zukunft junger Menschen", so das Resümee von Rudolph.(atb)

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