Kultursommer bringt Kammermusik vom Feinsten

Von HEIKE KOBERSTEINLoshausen. Mit einem furiosen Auftakt begann das Europische Kammerensemble Camerata Vivaldi sein hochkar

Von HEIKE KOBERSTEIN

Loshausen. Mit einem furiosen Auftakt begann das Europische Kammerensemble Camerata Vivaldi sein hochkartiges Konzert im Rahmen des Kleinen Kultursommers im Schloss Loshausen. Das das Konzert wegen des wechselhaften Wetters in die evangelische Kirche Loshausen verlegt worden war, tat dem Klangerlebnis keinen Abbruch, ganz im Gegenteil: Bis ins kleinste Detail und in die letzte Reihe hrbar waren die kristallklaren Hhen der Piccolotrompeten im Concerto C-Dur fr 2 Trompeten von Antonio Vivaldi gleich zu Beginn des Konzertes.Wenn auch die Zuschauer erst lernen mussten, dass zwischen den Stzen nicht geklatscht wird, so lauschten sie doch konzentriert den abwechslungsreichen Vortragsstcken, unter anderem noch Henry Purcells Suite aus dem Sommmernachtstraum und zwei Suiten von Georg Philipp Telemann.

Barocke Klangvielfalt

Besonders in der Telemann-Suite Don Quichotte kam die klangliche Vielfalt der Barockmusik gut zum Ausdruck: Fast bildlich vor Augen hatte man Don Quichottes Erwachen und seinen Angriff auf die Windmhlen. Auch die Liebesseufzer der Prinzessin Dulcinea waren unberhrbar.Der Hhepunkt und Abschluss des Konzertes, die Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Hndel, zeigte, dass dieses Werk auch in der kleinen Besetzung bei der Urauffhrung wirkten 112 Musiker mit nichts von seinem Klangreichtum und seiner Faszination verliert.

Hervorragenedes Zusammenspiel

Nicht nur hierbei beeindruckten dabei den Zuhrer das ausgezeichnete Zusammenspiel und die intuitive Verstndigung unter den hochkartigen Musikern. Die erste Geigerin, Anja Schaller, hielt mit ihrem konzentrierten Spiel alle Fden in der Hand. Jedoch sollte man keinesfalls die Leistungen der anderen Musiker vernachlssigen, die jeder fr sich ausgezeichnet und souvern musizierten. George Buddrus als Mitbegrnder der Camerata Vivaldi, bereits mehrfach mit dem Ensemble in der Schwalm aufgetreten, sowie sein Kollege Dirk Wittfeld begeisterten mit virtuosen Klngen auf den vierventiligen Hochtrompeten, Cosima Streich am Violoncello bildete zusammen mit Ralf Waldner am Cembalo die klangliche Basis fr das Ensemble. Alexander Kiss an der Viola, ein in der ffentlichkeit eher unterschtztes Instrument, brillierte vor allem in der Telemann-Suite Don Quichotte mit ungewhnlicher Bogentechnik, die unter anderem den Windmhlenangriff andeuteten. Nils-Arne Schneider an der zweiten Geige ergnzte das Orchester klangschn und sauber. Die Zuhrer honorierten das herausragende Konzert durch minutenlangen Beifall.

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