Kunst aus dem Magazin

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Willingshausen. Seltener Blick hinter die Kulissen - das Malerstübchen zeigt verborgene und fast schon vergessene Schätze.

Willingshausen. Eigentlich war für Samstag, 29. März, die Eröffnung der Ausstellung "Wilhelm Thielmann" geplant. Diese musste nun aber in den Herbst verlegt werden. Kunst gibt es an diesem Tag dennoch im Gerhardt-von-Reutern-Haus in Willingshausen zu sehen. Um 16 Uhr wird die Ausstellung "Schätze, Schenkungen und Neuerwerbungen aus dem Malerstübchen" eröffnet.

Gezeigt werden viele Werke, die aufgrund mangelnder Ausstellungsfläche im Magazin des Malerstübchens aufbewahrt werden. Einige Werke werden sogar erstmals der Öffentlichkeit vorgeführt.

Zu sehen sind beispielsweise Gemälde von Carl Bantzer, Emil Beithan, Heinrich Giebel, Gerhardt von Reutern und Wilhelm Thielmann. Die Ausstellung bietet aber noch weitaus mehr interessante Einblicke hinter die Kulissen der Kunstsammlung – zum Beispiel Hugo Mühligs "Begegnung auf einem Schwälmer Feld". Das Kunstwerk spielt auf humorvolle Art auf den beharrlichen Charakter der Schwälmer an. Es zeigt ein abgezehrtes Pferd, das einen Karren über einen staubigen Feldweg zieht. Neben dem Gespann steht eine Bäuerin in Tracht, die Peitsche in der Hand, den Arm in die Hüften gestemmt. Eine Herde Schafe kommt aus der entgegengesetzten Richtung und keiner der Aufeinandertreffenden weicht zurück. Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen Malerstübchen und Kunsthalle Willingshausen. Neben den Ankäufen zeigt die Ausstellung auch einige der großzügigen Schenkungen, die dem Verein in den vergangenen Jahren gestiftet wurden – darunter auch ein Werk von Carl Bantzer, das erst kurz vor Ausstellungsbeginn an das Malerstübchen vermacht wurde.

Die Schau bietet außerdem einen Überblick darüber, was die Künstler an der Schwalm besonders interessiert hat – in Landschaften, Genreszenen und Portraits wurden das einfache, bäuerliche Leben und die Tradition eindrücklich eingefangen.

Die Ausstellung "Schätze, Schenkungen und Neuerwerbungen aus dem Malerstübchen" ist vom 29. März bis 9. Juni zu sehen. Weitere Informationen unter Telefon 06697 / 1418 oder im Internet unter www.malerkolonie.de.

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