Lieber ein Ende mit Schrecken

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Sehr geehrter Oberbürgermeister Bertram Hilgen,was muss in diesen Tagen in Ihrem Kopf rumgehen?Sie hatten die Multifunktionshalle zu einer Chefsache

Sehr geehrter Oberbürgermeister Bertram Hilgen,

was muss in diesen Tagen in Ihrem Kopf rumgehen?

Sie hatten die Multifunktionshalle zu einer Chefsache gemacht. Hatten mit der Rosco-Gruppe eine offfenbar recht gut betuchte Projektentwickler im Immobilienbereich gefunden.Schnell war aus der gescheiterten Einzelhandelsfläche am Salzmann-Gelände eine Multifunktionshalle für 8 Millionen geworden. Die DEL-Mannschaft der Huskies sollte das große Aushängeschild sein, der Ankermieter. Die MT dazu und die Namensrechte an  VW verkauft.

Doch dann kam man auf die Idee, die Huskies durch kontrollierten Konkurs von Millionenschulden zu befreien. Die Folge war ein Desaster. Die Huskies flogen aus der DEL. Der Konkurs kostete den hessischen Steuerzahlern 1,75 Millionen Euro.

Vorbei war die Planung der Multifunktionshalle. Gewollt, vermuteten viele. Salzmann sollte Technisches Rathaus werden. Und aus der maroden Eissporthalle eine Multifunktionshalle.

Der EXTRA TIP hat diese kaum noch nachvollziehbaren Aktivitäten immer kritisch begleitet. Sehr zum Leidwesen des Projektentwicklers, der dafür sorgte, dass die Kasseler Eishallen GmbH die Kooperation mit unserer Zeitung aufkündigte. Mit offenen Worten und Pressefreiheit wollte man nichts zu tun haben. Das Ergebnis ist bekannt.

Dann zögerte Rossing die Unterschrift unter den Modernisierungsvertrag mit der Stadt  hinaus. Ohne Grund – so sah es aus. Doch hinter den Kulissen diskutierten die Fachleute offen darüber, dass Rossing das Salzmann-Projekt überall in Europa wie sauer Bier angeboten hatte, doch kein Investor wollte zugreifen.Im Rathaus wurde offen über das Ende geredet. Es sei nicht mehr möglich, den Zeitplan für die EU-Förder-Millionen einzuhalten. Berichte, dass jetzt Walter Rossing einspringe, entpuppten sich als das was sie waren – als Blödsinn. Walter Rossing war von Anfang an im Projekt.

Doch das ist alles kalter Kaffee. Das technische Rathaus im Salzmann-Gebäude wird es nicht geben.  Jetzt gilt es, im wahrsten Sinne des Wortes, die Trümmer aufzuräumen. Mal gespannt, was dann passiert.

Und die Huskies? Die erste gute Nachricht ist uns auf den Tisch geflattert. EJK-Boss Mark Berghöfer hat uns bestätigt, dass Rossing dem Verein gegenüber die vereinbarten Summen gezahlt habe.

Sollte das auch mit der Bürgschaft für die Eishallenmiete passieren, wäre Kassels Eishockey erst einmal wieder gerettet.

Mit aufatmenden Grüßen

Rainer HahneChefredakteur

P.s. Donnerstag wird es mal wieder spannend. Wird KEBG-Geschäftsführer mit einem Scheck in der Hand bei Halleneigner Simon Kimm auftauchen?

P.P.s. Wie lange wird Rossing das Salzmann-Gelände liegen lassen können? Wann greifen die Behörden ein?

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