Der Lohn eines Ein-Euro-Jobs: Personaldienstleister präsentiert Studienergebnisse

Schwalm-Eder. Verdient man bei sogenannten Ein-Euro-Jobs tatsächlich nur einen Euro pro Stunde? Sind Hartz IV-Empfänger wirklich gezwungen eine sol

Schwalm-Eder. Verdient man bei sogenannten Ein-Euro-Jobs tatsächlich nur einen Euro pro Stunde? Sind Hartz IV-Empfänger wirklich gezwungen eine solche Arbeit anzunehmen, und kann das Amt ihnen die Sozialleistungen kürzen, wenn sie nicht dazu bereit sind?

Der Personaldienstleister RP Personal hat im Rahmen einer Studie 2.078 Menschen zum Thema arbeitsmarktpolitische Maßnahmen befragt. Der Auswertung dieser Studie zufolge, habe ein Großteil der Befragten den Sinn dieser Maßnahmen nicht verstanden. Als möglichen Grund für dieses Ergebnis werden vereinfachende Bezeichnungen wie "Ein-Euro-Job" sowie eine ungenügende Aufklärung bezüglich dieses Bereiches genannt.

In einer Pressemitteilung weist RP Personal darauf hin, dass es laut SGB II das Ziel einer solchen "Mehr-Aufwands-Entschädigung" sei, "Langzeitarbeitslose wieder an das Arbeitsleben, an einen strukturierten Tagesablauf und an die Erwartungen potentieller Arbeitgeber heranzuführen". Während dieser Zeit bekämen die Teilnehmer an diesen Maßnahmen wie bisher ihre staatliche Unterstützung gezahlt. Bei dem umstrittenen Euro handelt es sich um die minimale Aufwandsentschädigung für eine Stunde Arbeit.

Während die Chancen für eine berufliche Wiedereingliederung auf diesem Wege allerdings als eher schlecht eingeschätzt werden, habe sich laut der Presseerklärung von RP Personal, "Zeitarbeit nachweislich als wirksames Re-Integrationsinstrument" erwiesen, da zwei Drittel der im letzten Jahr eingestellten Zeitarbeitnehmer zuvor arbeitslos gewesen seien.

Eine der Presseerklärung angehängte Grafik finden Sie HIER

http://etmcms.de/mb-sek/files/2011/09/grafik-rp-personal-1-euro-jobs.pdf

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