Mahnung zum Frieden: Volkstrauertag in Gudensberg-Dissen

Von DR. SVEN HILBERTDissen. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges wird an jedem zweiten Sonntag vor dem ersten Advent den Opfern von Krieg und Gewalth

Von DR. SVEN HILBERT

Dissen. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges wird an jedem zweiten Sonntag vor dem ersten Advent den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht, dem Volkstrauertag.

So auch am 13. November auf dem Friedhof von Dissen. "Lassen sie uns all jenen gedenken, die in der Vergangenheit Gewalttaten zum Opfer gefallen sind. Erinnern wir uns an die Menschen, die als Hinterbliebene weiterleben müssen. Und erinnern wir uns an diejenigen, die auch heute tagtäglich ihr Leben in Krisengebieten führen müssen", mahnte Gudensbergs Erster Stadtrat Walter Berle.

Auch wenn wir in Deutschland seit 66 Jahren ohne Krieg leben, sei ein dauerhafter Weltfrieden im Hinblick auf den Bürgerkrieg in Libyen, die Gewalt in Afghanistan und die Terrorgefahr nicht selbstverständlich. Außerdem habe die Atomkatastrophe in Fukushima gezeigt, dass es nicht immer kriegerische Konflikte oder terroristische Anschläge sein müssen, die Menschenleben fordern. Anschließend legte er zusammen mit Ortsvorsteher Reinald Schmidt einen Kranz am Ehrenmal nieder.

Musikalisch begleitet wurde die Zeremonie durch den Gesangverein Dissen. "Es ist heute ein historischer Tag", verkündete Werner Spinnler nicht nur im Hinblick auf den Volkstrauertag. Denn auf seine Initiative hin wurde an die Friedhofshalle ein 2.000 Euro teurer Windfang angebaut. Durch die Hilfe von zahlreichen Vereinen und Institutionen sind die Trauernden bei den Beerdigungen jetzt nicht mehr dem kalten Wind ausgesetzt.

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