Den Marsch geblasen

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Treysa. Das Neujahrskonzert in der Festhalle begeisterte über 450 Zuhörer.

Schwalmstadt. Zum Jahresbeginn wird vielerorts viel "Blech geredet", doch beim Blasorchester Schwalmstadt ist das anders – hier wird Blech geblasen und zwar in den höchsten Tönen. Das Neujahrskonzert lockte am Sonntag über 450 Gäste in die Treysaer Festhalle, die das "musikalische Aushängeschild der Stadt" in Augenschein oder besser in Ohrenschein nehmen wollten. Mit einer Mischung aus Märschen, Filmmusiken, bekannten Popsongs und einer kleinen Gesangseinlage zeigten die Musiker die ganze Bandbreite ihres Könnens und wurden dabei von zehn Gästen Melsungen unterstützt. Unter der Leitung von Dr. Karsten Heyner brillierte das Orchester mit Stücken wie "Puttin' on the Ritz" von Irving Berlin oder "Hotel California", das in einem Eagles-Medley eingebaut wurde.

Einen ganz kleinen Part bestritten die 45 Musiker sogar a-capella, als sie bei "The best of Falco" lautstark "Rock me Amadeus" sangen. Das "Böhmische Ständchen" widmeten sie ihrem Gründer und langjährigen Dirigenten Dieter Klier, der gleich mit drei Urkunden von hessischen und bundesdeutschen Musiker-Verbänden ausgezeichnet wurde. "Sie sehen mich ausnahmsweise mal sprachlos", sagte Klier ergriffen und das Publikum ehrte ihn mit langanhaltendem Applaus.

Tuba mit großem ,Hup-Raum'

Für das diesjährige Gewinnspiel mussten die Gäste schätzen, wie viel Liter Wasser in eine Tuba passen. "Es sind exakt 22,5 Liter", bezifferte Moderator Stefan Todt den "Hup-Raum" des großen Instruments. "Dabei sind heute rund 600 Euro für die Schwälmer Rumänienhilfe zusammengekommen", bedankte er sich bei den Spendern und beglückwünschte die Gewinnerin des "persönlichen Blasorchester-Ständchens". Zu einem einmaligen Duett zwischen Hornistin Alexandra Jäckel-Mönighoff und Dirigent Heyner kam es bei "Im Wagen vor mir" von Henry Valentino. "Das Lied hatte einen Fehler", stellte Moderator Todt hinterher fest: "Karsten Heyner ist Landwirt und die führen den Stau für gewöhnlich an", scherzte er über seinen Dirigenten. Nach der zweieinhalbstündigen musikalischen Reise und mehreren Zugaben verabschiedeten sich die Musiker traditionell mit dem "Radetzky-Marsch" von ihrem begeisterten Publikum.

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