,Massiv bedroht’

Von ANDREAS BERNHARDFelsberg. Für Thorsten Schäfer-Gümbel war es eine Stippvisite auf seiner Wahlkampftour durch den Schwalm-Eder-Kreis, für Angel

Von ANDREAS BERNHARD

Felsberg. Für Thorsten Schäfer-Gümbel war es eine Stippvisite auf seiner Wahlkampftour durch den Schwalm-Eder-Kreis, für Angelika Horstkotte-Pausch die Gelegenheit ihrem Ärger Luft zu machen. Thema beim Treffen des hessischen SPD-Fraktionsvorsitzenden und der Leiterin der Jugendwerkstatt in Felsberg waren die Mittelkürzungen bei den sogenannten "Eingliederungsmitteln". Jenen Geldern also, mit denen benachteiligten Jugendlichen durch eine pädagogische Begleitung doch noch die Chance auf eine Ausbildung eröffnet werden soll.

Thema mitnehmen

"Wir kämpfen hier mit dem Rücken an der Wand", berichtete Horstkotte-Pausch, die nicht nur den Wegfall von 30 Ausbildungsplätzen beklagt, sondern auch um die Arbeitsplätze von 15 ihrer Mitarbeiter fürchtet. "Wir stehen hier exemplarisch", so betonte sie, denn betroffen sei nicht nur die seit 27 Jahren in Felsberg tätige Jugendwerkstatt, sondern auch die Starthilfe, das Beiserhaus sowie die Hephata-Einrichtungen.

Beim anschließenden Besuch in der Malerausbildung berichtete beispielhaft und ganz offen David Schembor dem SPD-Vorsitzenden von seinem bisherigen Lebensweg: Probleme in der Familie, Versagen in der Schule und eine abgebrochene Lehre hätten ihn schließlich in die Jugendwerkstatt geführt.

"Hier", so der 20-Jährige, "wird geschaut und geholfen", weshalb er es jetzt auch hinbekomme. "Die Kürzungen sind falsch", erklärte denn auch Thorsten Schäfer-Gümbel, genauso wie der dahinter stehende Gedanke, mit rückläufiger Arbeitslosigkeit brauche man weniger Geld für die Förderung von Jugendlichen. "Denn diese Menschen sind dann nicht enfach weg", so der Oppositionsführer im hessischen Landtag, der vom Landtagsabgeordneten Günter Rudolph begleitet wurde.

Er wolle das Thema mit nach Wiesbaden nehmen, sagte er der Jugendwerkstatt zu, versprechen aber könne er leider nichts.

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