"Das ist mehr als nur ein Job"

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Neukirchen. Bürgermeister Klemens Olbrich startet in seine fünfte Amtszeit.

Neukirchen. Vergangenen Donnerstag konnte die Stadtverordnetenversammlung in Neukirchen erst mit 20 Minuten Verspätung beginnen, dafür hatte sie lediglich einen Tagesordnungspunkt  – die Amtseinführung von Bürgermeister Klemens Olbrich. Bereits am Eingang zur Mensa der Steinwaldschule reihten sich etwa 150 Gäste in die Schlange ein, um ihm, im Beisein von Ehefrau Martina, persönlich zu gratulieren. Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kirche und dem öffentlichen Leben sowie zahlreiche Freunde und Weggefährten wünschten dem 57-Jährigen alles Gute für seine fünfte Amtsperiode.

Die Bürgermeister aus der Nachbarschaft waren ebenfalls anwesend, mit Karl-Heinz Möller aus Schwarzenborn und Georg Keil aus Ottrau auch zwei ehemalige Kollegen aus Olbrichs Anfangszeit. Die Bläsergruppe "U-30" aus Christerode eröffnete den Abend musikalisch und spielte unter anderem den "Boglerhaus-Blues". Stadtverordnetenvorsteher Willi Berg eröffnete die Sitzung offiziell und begrüßte die Ehrengäste. Erster Stadtrat Gerd Höfer verlas die Ernennungsurkunde und dann legte Klemens Olbrich den Amtseid ab.

Fast ein Vierteljahrhundert im Amt des Bürgermeisters

"Was sagt ein Bürgermeister, wenn er sich verspätet", fragte Sänger André Flimm in die Runde, die musikalische Antwort gab die Gruppe "AINT" mit dem Tim-Bendzko-Hit "Nur noch kurz die Welt retten". Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, langjähriger Freund Olbrichs, sprach von der besonderen Rolle eines Bürgermeisters, der sich oftmals "zwischen den Stühlen" befände. "Es ist ihm eine Berufung und nicht bloß ein Job", bestätigte er das Engagement des alten und neuen Bürgermeisters, der seit fast einem Vierteljahrhundert seinen Dienst in der Knüllstadt versehe. Staatssekretär Mark Weinmeister sah im schwierigen Amt durchaus Vorteile, "man hat direkten Kontakt zum Wähler und kann unmittelbar reagieren", sagte er. "Außerdem hat man immer höhere Stellen über sich, auf die man die Schuld schieben kann", fügte er scherzhaft hinzu. "Ich gratuliere ihnen zu ihrem Bürgermeister", beglückwünschte Jörg Müller vom Hessischen Städte- und Gemeindebund die Neukirchener zu ihrer Wahl.

Zum Ende der Sitzung trat Olbrich selbst ans Mikrofon und erklärte, dass seine Wiederwahl nicht einfach "eine Vertragsverlängerung" sei, "es ist wieder ein ganz neuer Auftrag", sagte er in aller Deutlichkeit. Im Anschluss ging man zum gemütlichen Teil über. Im Kreis der Gäste, vor allem aber mit Frau Martina und den Kindern Paulina, Viktoria und Markus, ließ Neukirchens Stadtoberhaupt Klemens Olbrich den Ehrentag entspannt ausklingen.

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