Mehr Touristen: Trend zum Urlaub im eigenen Land zeichnet sich auch im Schwalm-Eder-Kreis ab

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Gäste sind willkommen: Willingshausen ist eine der Gemeinden, die im vergangenen Jahr ordentlich bei den Besucher- und Übernachtungszahlen zulegten.

Laut Zahlen des Hessischen Statistischen Landesamts konnten die Beherbergungsbetriebe im Schwalm-Eder-Kreis 2019 einen leichten Zuwachs sowohl bei der Zahl der Gäste als auch bei der Zahl der Übernachtungen verzeichnen. Damit zeigt die Region eine Entwicklung entsprechend dem Landestrend.

Schwalm-Eder.  Hessenweit zeichnet sich 2019 ein Aufwind bei den Tourismuszahlen ab. So empfingen die hessischen Beherbergungsbetriebe mit zehn oder mehr Gästebetten (einschließlich der Campingplätze) rund 16 Millionen Gäste. Die Anzahl der Übernachtungen lag bei rund 35,6 Millionen. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren dies 2,2 Prozent mehr Gäste und 2,5 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahr.

Die Betriebe im Schwalm-Eder-Kreis verzeichneten im Jahr 2019 knapp 670.000 Übernachtungen und damit einen leichten Zuwachs um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Durchschnitt blieben die Gäste 2,7 Tage in der Region. Auch bei den Gästeankünften verzeichnete der Landkreis einen überdurchschnittlichen Zuwachs von 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt knapp 250.000 Gäste besuchten die Region zwischen dem Knüllgebirge und dem Kellerwald im vergangenen Jahr. Knapp elf Prozent der Besucher kamen aus dem Ausland und verweilten durchschnittlich 1,8 Tage in der Region.

Kreisverwaltung ist mit dem Ergebnis zufrieden

Die Kreisverwaltung zeigt sich mit dem Ergebnis der Region zufrieden. „Der sich fortsetzende Trend vom ersten Halbjahr 2019 ist im Vergleich zu den vergangenen Jahren positiv zu bewerten. Die Steigerungen im Bereich von Gästeankünften und auch bei den Übernachtungszahlen sind deutlich“, erklärt Stephan Bürger, Pressesprecher des Schwalm-Eder-Kreises. „Die positiven Zahlen bestätigen den seit Jahren festzustellenden Trend, dass immer mehr Menschen im eigenen Land Urlaub machen. Attraktive und qualitativ gute touristische Angebote erzeugen Nachfrage und können zu weiteren positiven Entwicklungen führen.“

Der Kreis leiste im Rahmen seiner Möglichkeiten Unterstützung, um den Tourismus nachhaltig zu einem entscheidenden Motor der Wertschöpfung auszubauen, weil dadurch spürbar die Standort- und Lebensqualität verbessert werde. Als Beispiele hierzu nennt Bürger neben der Tourismusförderung auch die Förderung des Radwegeausbaus sowie pressewirksame Klassifizierungsverfahren. Es sei wichtig neben der notwendigen Infrastruktur auf die systematische Qualitätsverbesserung der Tourismusangebote und auf ihre digitale Kompetenz zu setzen. Das Bewusstsein für konsequente Qualität müsse auf allen Ebenen geschärft werden. „Durch die Entwicklung zielgruppengerichteter Angebote im Bereich Wandern, Radfahren und Kultur sowie der konsequenten Qualitätsentwicklung hat sich die Region Nordhessen und damit der Schwalm-Eder-Kreis zu einem attraktiven Reiseziel entwickelt“, so Bürger.

Homberg, Schwalmstadt und Willingshausen legten zu

Die meisten Touristen, die es in die Region zog, waren in Melsungen (39.879 Ankünfte) und Knüllwald (26.374 Ankünfte) zu Besuch. Spitzenreiter bei den Übernachtungen ist die Kurstadt Bad Zwesten mit knapp 225.000 Übernachtungen, wobei hier ein leichter Abwärtstrend (-2,8 Prozent Gäste, -3 Prozent Übernachtungen) zu verzeichnen ist.

Richtig zugelegt im Vergleich zum Vorjahr hat hingegen Homberg. Die Kreisstadt selbst verzeichnete 2019 ein Besucherplus von 28,7 Prozent und eine Steigerung der Übernachtungszahlen um 32,2 Prozent. Aber auch die Zahlen von Willingshausen (+26,1 Prozent Gäste, +17,1 Prozent Übernachtungen) und Schwalmstadt +2,7 Prozent Gäste, +18 Prozent Übernachtungen) können sich sehen lassen. Der Zuwachs in Homberg sei darauf zurückzuführen, dass in den vergangenen Jahren mehrere Beherbergungsbetriebe weggefallen seien, so Bürger. Die nun vorliegenden Zahlen kompensieren die entstandene Lücke durch Wiederbelebung der Angebote. Willingshausen habe im Juli vergangenen Jahres vom Malersymposium profitiert, das erstmals in der Gemeinde stattgefunden hat. „Acht Künstler aus verschiedenen Nationen arbeiteten gemeinsam eine Woche lang in Willingshausen und fingen die Landschaft aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln ein. Dies war ein Besuchermagnet“, erklärt der Kreispressesprecher.

Aber nicht nur der touristische Aspekt spiele bei den Zahlen eine Rolle, räumt Bürger ein. Eine gewisse Steigerungsrate bei den Übernachtungszahlen sei auch durch Monteure im Zuge des Baus von Autobahnen zu verzeichnen.

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