Millionen für die Innenstadt

Von ALEXANDER GBERT Treysa. Die Bahnhofstrae ist berlastet, der Wieragrund liegt brach, der Verkehr staut sich an der Kreuzung Wier

Von ALEXANDER GBERT

Treysa. Die Bahnhofstrae ist berlastet, der Wieragrund liegt brach, der Verkehr staut sich an der Kreuzung Wierastrae/Sachsenhuser Strae. Die gute Nachricht zuerst: In der Treysaer Innenstadt wird sich in den kommenden Jahren einiges verndern. Jetzt die schlechte: Das kostet Geld und das nicht zu wenig. Mindestens 4 Millionen Euro, maximal 4,7 Millionen Euro, wird die Umgestaltung des Stadtgebietes zwischen dem Bahnhof und dem Wieragrund verschlingen. Drei mgliche Studien (siehe unten) stellten Stadtplaner Wilfried Hesse (Planungsbro Ikos, Schwalmstadt) und Ingenieur Werner Jobst (Pyry Infra, Kassel) am Dienstag im Haus fr Gemeinschaftspflege vor.

Wesentliche Ziele des Projektes sind: eine attraktive Bahnhofstrae und die Entlastung der Verkehrsknotenpunkte Wierastrae und Sachsenhuserstrae.Geplant ist eine Entwicklungsachse Bahnhoftstrae/Wieragrund ber das Hexengsschen, eine verkehrsberuhigte Bahnhofstrae. Ein Wiera-Auen-Park soll entstehen. Ein neues Kaufhaus wird direkt an die Bahnhofstrae angebunden.

Hesse: Die Innenstadt soll auch auerhalb der Einkaufszeiten lebenswert sein. Das Zentrum darf nicht am Samstagmittag tot sein.Die Vorteile sprechen eindeutig fr die Variante Drei. Auch wenn es die teuerste ist, drfen wir jetzt nicht kleckern sondern mssen klotzen. Seit den 80er Jahren ist das Thema im Gesprch. Wir mssen handeln jetzt!, sagte Brgermeister Wilhelm Krll. Es sei aber ganz egal fr welche Variante man sich im Stadtparlament entscheidet. Trotz Frdergeld vom Land Hessen msse die Stadt Schwalmstadt einen erheblichen Batzen aus eigener Tasche zahlen.

1. Variante: Mitten durch (4,016 Mio. Euro)

In der Vorstudie 1 wird die Verbindungsstrae zwischen Bahnhofstrae und Wierastrae als eine enge Trasse mitten durch den Wieragrund fhren. Sie durchnschneidet das Areal und endet direkt am Verkehrsknotenpunkt Wiera- und Sachsenhuserstrae.  Das bezeichnete Hesse gleichzeitig als Nachteil. Und: Es sei mit erheblicher Lrmbelstigung fr die Anwohner zu rechnen. Das Hexengsschen diene nur als Zufahrt zum Parkhaus. Die Bahnhofstrae werde zur Einbahnstrae (aufwrts).Ein Kreisel wie in Variante drei ist hier aufgrund von Platzmangel nicht mglichAls Herausforderung nannte Ingenieur Jobst die Brcke, die an einer Stelle ber die Wiera fhre. Die Gesamtkosten fr die Variante werden mit 4,016 Millionen Euro beziffert. Der Straenbau, der Bau der Brcke mit Sttzmauern sowie der Erwerb von Grundstcke ist hier mit eingerechnet. Insgesamt ist das die kostengnstigste Mglichkeit. (alx)

2. Variante: Geschwungen (4,616 Mio. Euro)

Mit 4,616 Millionen Euro schlgt Variante zwei zu Buche. Sie fhrt ebenfalls vom Bahnhof in geschwungener Bauweise durch das Areal und endet weiter unterhalb des Verkehrsknotenpunktes Wierastrae und Sachsenhuserstrae. Eine zustzliche Linksabbiegerspuren ist hier ntig wo eh schon wenig Platz ist, sagte Hesse. Auch hier fhrt eine Brcke ber die Wiera. Allerdings ber zwei Arme. Ein Mittelpfeiler auf einer Insel ist deshalb ntig. Aufgrund der geschwungenen Bauweise,muss die Brcke mit Widerlagern versehen werden. Die mssen alle 20 Jahre getauscht werden. (alx)

3. Variante: Mit Kreisel (4,742 Mio. Euro)

In der dritten Variante fhrt die Verbindungsstrae lnger und enger am Bahnhof vorbei. Anstatt wie in den andern Varianten auf wenigen Metern durch den Bahndamm zu fhren, durchschneide die Trassen hier wesentlich lnger. Die Park-and-Ride-Zone verschiebe sich daher weiter nach hinten. In der Variante mndet die neue Wieragrundstrae an hnlicher Stelle wie in Variante zwei. Allerdings endet sie hier mit einem Kreisverkehr. Das vereinfacht die Verkehrsfhrung immens, bezeichnet Hesse als klaren Vorteil. Zwar ist auch hier die berquerung zweier Wieraarme erforderlich, der Bau der Brcke sei aber wesentlich einfacher, da die Strae gerade ausfhrt. Die Variante ist auch die teuerste. 4,742 Millionen Euro mssten hier bereitgestellt werden. (alx)

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