Das Mittelalter lebt

Groes Spektakel beim zweiten Kaiserfest in FritzlarVon Dr. Sven HilbertFritzlar. Das Mittelalter ist nicht tot, sondern es lebt. Wer es nicht g

Groes Spektakel beim zweiten Kaiserfest in Fritzlar

Von Dr. Sven Hilbert

Fritzlar. Das Mittelalter ist nicht tot, sondern es lebt. Wer es nicht glauben mochte, konnte sich beim zweiten Kaiserfest eines Besseren belehren lassen. Drei volle Tage lang zogen Knappen, Ritter sowie edle Hofdamen, schlichte Mgde und viele Handwerker die Besucher in den Bann lngst vergangener Zeiten.

Von Hndler und Henkern

Fr die besondere Atmosphre sorgten neben den 90 Hndlern, die ihre Waren in stilechter Gewandung feilboten, vor allem Spielleute mit handgemachter Musik und mehrere Heerlager, die ihre Zelte vor den Toren aufgeschlagen hatten. Bei der Vielzahl an Stnden war es aber auch mglich, sich neu einzukleiden und auszursten von der Kopfbedeckung bis zu den Schnabelschuhen, vom Schwert am Grtel bis zum Fell fr die Bettstatt.

Auch fr das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Egal ob sen Met, sffigen Wein,

wrziges Bier oder deftiger Gaumenschmaus: Es war fr jeden Geschmack etwas dabei. Nachdem die Gruppe Lux Aeterna bereits am ersten Abend mit ihrem imposanten Feuer-Spektakel das erste Glanzlicht gesetzt hatte, steuerten die Festlichkeiten anderntags ihrem prachtvollen Hhepunkt entgegen. Anlsslich der zehnjhrigen Freundschaft mit Casina hielt Mathilde von Canossa ihren Einzug in der Stadt und wurde von Kaiser Heinrich IV. auf den Stufen der Rathaustreppe empfangen. In ihrem Gefolge befanden sich die Fahnenschwenker aus Fornovo Taro, die im Schatten des mchtigen Doms dem staunenden Publikum ein noch nie dagewesenes Schauspiel boten. Whrenddessen konnten sich im Grauen Turm die Liebhaber des finsteren Mittelalters durch den Henker in die Welt der Galgenstricke entfhren lassen. Alles wurde so authentisch und leidenschaftlich dargeboten, dass die Vergangenheit frmlich greifbar war. Das Volk lechzt schon jetzt nach Wiederholung.

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