Moderne Frau gegen althergebrachte Ansichten

Von JOCHEN SCHNEIDEREdermnde. Nebenan im Gemeinschaftshaus tummelte sich die Kinderschar, als 450 Gste in der Mehrzweckhalle d

Von JOCHEN SCHNEIDER

Edermnde. Nebenan im Gemeinschaftshaus tummelte sich die Kinderschar, als 450 Gste in der Mehrzweckhalle den Fachvortrag Prof. Dr. Uta Meier-Grwes hrten und erfuhren, genau das sollte eigentlich selbstverstndlich sein. Denn, so Meier-Grwe beim Neujahrsempfang der Gemeinde Edermnde in Besse: Ob sich nachwachsende Generationen in unserer Gesellschaft knftig fr Lebensentwrfe mit Kindern entscheiden, hngt mageblich von der Attraktivitt vorhandener Arbeits- und Lebensbedingungen in ihrem unmittelbaren Umfeld ab. Damit sprach die Professorin von der Uni Gieen mit Lehrstuhl fr Wirtschaftslehre des Privathaushalts und Familienwissenschaft Brgermeister Karl-Heinz Frber aus der Seele. Er und der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Thomas Petrich, begrten das Publikum, darunter viele Ehrengste aus Politik, Unternehmen, von Behrden und Hilfsorganisationen. Sonntag BrgermeisterwahlFrber, der am Sonntag, 27. Januar, als einziger Bewerber um seinen Posten zur Wiederwahl steht, in seiner Rede: Der Anteil lterer Menschen in den Gemeinden nimmt zu, der Anteil der Kinder sinkt und zugleich wachsen viele Kinder in sozial schwierigen Verhltnissen auf. Zum allgemein rcklufigen demografischen Trend geselle sich die Landflucht. Deshalb das Thema des Empfangs: Gesellschaft im Wandel Edermnde bereitet sich vor. Frber nannte Wege Edermnder Gesellschaftspolitik: Neben einer soliden Finanzpolitik als Gestaltungsspielraum seien die frhzeitige Erschlieung von Wohnbauflchen, zwei Kindergarten-Neubauten und die Erffnung des Seniorenzentrums Besse im November wichtige Eckpunkte einer erfolgreichen, sozialdemokratischen Edermnder Familienpolitik, die es sich leisten knne, die Gebhren fr Kinderbetreuung nach und nach auf Null zu setzen und zeitlich flexible Angebote auf fr unter Dreijhrige zu machen. Neue Unternehmen im gemeinsam mit Baunatal erschlossenen Gewerbegebiet an der A49 bei Holzhausen sorgten fr die ntige Wirtschaftskraft. Es soll demnchst erweitert werden.

Gut ausgebildete wandern ab, bildungsferne bleiben da

Fr Prof. Dr. Meier-Grwe hnge eine poitive Bevlkerungsentwicklung davon ab, ob Frauen Karriere und Familie verbinden knnen. In Deutschland seien ber 70 Prozent der Meinung: entweder oder. In Skandinavien meinten das nur 19 Prozent. Ein weiterer Knackpunkt in Kommunen: Gut ausgebildete Eltern wandern ab, benachteiligte bleiben. Hier helfe Prvention auch sparen. Folgekosten, die Gestrauchelte verursachen, seien weitaus hher einzuschtzen. Prof. Dr. Grwe: Deshalb mssen wir erreichen, dass auch aus den Kindern sozial Schwacher anstndige Menschen werden.

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