Müll-Idyll am Ufer - Ederauen-Romantik geht über die Wupper

Fritzlar. Ein lauschiges Plätzchen ist es, das Ederufer an der Spickebrücke. Schon tagsüber sieht man immer wieder kleinere Gruppen am Wasser sitze

Fritzlar. Ein lauschiges Plätzchen ist es, das Ederufer an der Spickebrücke. Schon tagsüber sieht man immer wieder kleinere Gruppen am Wasser sitzen und an langen Sommerabenden wird auch  mal ein Feuerchen angezündet – die Spuren zeugen davon.Die Sache hat nur einen Haken: Immer wieder werden die Hinterlassenschaften solcher Treffen nicht in den dafür aufgestellten Mülleimer entsorgt, sondern bleiben einfach in der Natur liegen. An manchen Tagen sieht es an der Eder aus, wie auf einer Müllhalde."Da nützen auch zusätzlich aufgestellte Müllbehälter nichts", erklärt Hartmut Hucke, Leiter des städtischen Bauhofes in Fritzlar. "Die Behälter werden normalerweise jeden Freitag geleert. Aber das reicht leider nicht, denn die Tonnen werden nicht angenommen, manchmal sogar umgeworfen und wieder ausgeschüttet. Wir müssen oft mehrmals die Woche dort sauber machen",  so Hucke.Auch engagierte Bürger, denen die Müllberge schon längst stinken, sammeln die Hinterlassenschaften immer wieder auf.Einer von ihnen ist Gerhard Methner,  Vorsitzender des Vereins Pro Fritzlar. "Die Stadt hat im vergangenen Jahr an der Spickebrücke und am Wehr feste Abfallhäuschen aufgestellt, denn nachts wurden die alten Müllkörbe regelmäßig durch Waschbären ausgeräumt", berichtet Methner. "Doch wie es jetzt ausschaut, war das gar nicht das Werk der Kleinbären."Der Verein ruft deshalb alle dazu auf,  ihre Wohlstandsreste ordentlich zu entsorgen. Methner betont: "Niemand hat  etwas dagegen, wenn hier gepicknickt oder gefeiert wird – sofern die Leute hinterher auch wieder sauber machen." (ebc)

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