Muzkkka ins Schloss? Neue Standort-Idee für Kunstmuseum in Melsungen – Hessische Immobilienverwaltung stellt sich bisher quer

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Muzkkka-Macher Professor Walther Keim hat Gefallen gefunden am Melsunger Schloss. Die Hessische Immobilienverwaltung ist bisher nicht begeist

Muzkkka-Macher Professor Walther Keim hat Gefallen gefunden am Melsunger Schloss. Die Hessische Immobilienverwaltung ist bisher nicht begeistert.Foto: Archiv

Melsungen. Warum nicht das Muzkkka im ehemaligen Landgrafen-Schloss unterbringen? Mit dieser Idee bringt Professor Walther Keim neuen Schwung in die seit Monaten andauernden Verhandlungen über eine Ansiedlung des Museums für moderne Kunst und Kultur in Melsungen.

Architektur und Ambiente

Der Homberger Impressario betont im Gespräch mit unserer Zeitung:  "Das  Schloss wäre aus meiner Sicht von der Architektur und dem Ambiente her der richtige Rahmen." Die zentrale Lage sei ideal und auch der davorliegende Schlosshof lade dazu ein, für Veranstaltungen genutzt zu werden.  Neben dem Museum, so Keim, könnte auch noch die Stadtbibliothek  ihren Platz in dem historischen Gebäude finden.

Das Schloss aus dem 16. Jahrhundert ist Eigentum des Landes Hessen und beherbergt derzeit das Finanzamt.  Eine Situation die Keim kennt: Bereits in Rotenburg war das Muzkkka zu günstigen Konditionen in einer Landesimmobilie untergebracht.

Eine entsprechende Anfrage von Bürgermeister Dieter Runzheimer beim Hessischen Immobilienmanagement zur möglichen Nutzung des Schlosses wurde jedoch von der Behörde in einem knappen Zweizeiler ohne weitere Begründung ablehnt.

Möglicherweise braucht es also politischen Druck, um die Landesbehörde – die dem Finanzminister untersteht – doch noch zum Umdenken zu bewegen.

Zuvor allerdings sollte die Finanzierung des Museums geklärt sein. Die Querelen, die zum Rückzug  des 76-Jährigen aus Rotenburg und zur Schließung des Muzkkka  geführt hatten, hätten gezeigt, so Keim, dass Sponsoren nötig seien. Für entsprechende Gespräche, etwa mit der Unternehmerfamilie Braun, sei er offen.

Gelegenheit Kontakte zu knüpfen hat der Museumsmacher beim Neujahrsempfang der Stadt Melsungen am 30. Januar, wo er eingeladen ist einen Vortrag zu halten. Anschließend soll im Rathaus eine Ausstellung mit Karikaturen aus der Sammlung von Keim eröffnet werden. "Wir wollen den Melsungern die Möglichkeit geben die Kunstwerke kennenzulernen", so Runzheimer. Darüber hinaus wolle man die Gespräche über einen Museumsstandort in Melsungen fortsetzen.

Keim selbst gibt sich weiterhin gelassen: "Ich bin kein Wandergeselle", so betont er, weshalb nun erst einmal alle offenen Fragen in Ruhe geklärt  werden müssten.

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