Haus in Wallenstein explodiert: Zwei Menschen sterben

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Eine 74-Jährige und ihr 79-jähriger Ehemann konnten nur noch tot aus den Trümmern geborgen worden – das LKA hat die Ermittlungen zur Explosionsursache aufgenommen.

Knüllwald-Wallenstein. Zwei Tote, das ist die traurige Bilanz eines schrecklichen Unglücks, das sich am späten Montagnachmittag im Knüllwalder Ortsteil Wallenstein ereignete. Gegen 17.15 Uhr erschüttert ein ohrenbetäubender Knall das Gelände der sogenannten Hüttenmühle (liegt am Ortseingang aus Richtung Remsfeld kommend gegenüber des Saunaherstellers TylöHelo). Als sich der Staub gelegt hat bietet sich ein Bild des Schreckens: Ein Wohnhaus liegt in Schutt und Asche – explodiert.

Zu dem Zeitpunkt wird vermutet, dass die Trümmer zwei Menschen unter sich begraben haben. Am Abend meldet die Polizei dann, dass die 74-jährige Hausbewohnerin tot gefunden wurde, ihr 79-jähriger Ehemann aber noch vermisst wird. Am frühen Morgen dann die traurige Meldung: Auch der 79-jährige Hausbewohner wurde tot gefunden. Nach ihm hatten die Rettungskräfte gesucht, indem sie die Trümmer mit der Hand zur Seite räumten. Polizeipressesprecher Markus Brettschneider: „Es bestand ja die Hoffnung, ihn noch lebend zu finden.“ Im Einsatz war auch eine Rettungshundestaffel und ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera.

Brettschneider: „In dem Wohnhaus sind drei Personen gemeldet. Es stellte sich aber schnell heraus, dass sich zum Unglückszeitpunkt nur zwei Personen im Haus befanden.“ Allerdings wurde bei der Explosion ein zwölfjähriges Mädchen, das im Nachbarhaus wohnt, durch umherfliegende Glassplitter verletzt. Sie wurde mit einem Rettungswagen in das Kasseler Klinikum eingeliefert. Es soll sich um keine lebensbedrohenden Verletzungen handeln. Ein weiterer Nachbar erlitt einen Schwächeanfall und wurde in einer Klinik ambulant behandelt.

Warum das Haus explodierte ist aktuell noch völlig unklar. Eine Vermutung ist, dass es sich um ein Gasexplosion handeln könnte, da das Haus mit Gas versorgt wird. Polizeipressesprecher Markus Brettschneider vor Ort gegenüber unserer Zeitung. „Am Dienstagnachmittag kommen Experten des Landeskriminalamtes aus Wiesbaden und beginnen mit den Ermittlungen. Es kann aber Tage oder sogar Wochen dauern, bis deren Ergebnisse vorliegen.“

In Wallenstein im Einsatz waren über 350 Rettungskräfte von Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz, Technischem Hilfswerk und der Bundeswehr. Das Haus an der Hüttenmühle ist nicht mehr vorhanden, dort liegt nur noch ein Trümmerhaufen – der Sachschaden beträgt geschätzt zwischen 150.000 und 200.000 Euro.

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