Neuer Anziehungspunkt

Altkreis Melsungen/Mittleres Fuldatal. Der Fulda-Radweg soll zu einem der beliebtesten Radwege Deutschlands werden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat s

Altkreis Melsungen/Mittleres Fuldatal. Der Fulda-Radweg soll zu einem der beliebtesten Radwege Deutschlands werden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich eine Arbeitsgruppe der Anrainerregionen unter der Leitung der NordHessen Touristik im Regionalmanagement Nordhessen gegründet. Der Schwalm-Eder-Kreis wird in dem Gremium durch Reiner Geisel von der Wirtschaftsförderung des Kreises vertreten und das Mittlere Fuldatal als Anrainerregion von Morschen bis Guxhagen durch die Regionalmanagerin Marion Karmann. Im Mittleren Fuldatal wurde ein Anstoß gegeben, den Radweg attraktiver zu gestalten. Über das ELER-Förderprogramm wurde durch das Regionalforum Mittleres Fuldatal im Juni 2009 eine Analyse in Aufrag gegeben und ein Konzept für diesen Teilabschnitt im Sommer 2010 vorgelegt. Die erste Umsetzungsphase wird für Ende 2011 angestrebt.

Gemeinsam mit allen Fuldaanrainerregionen möchte man vom derzeitigen Wachstum des Fahrradtourismus profitieren, denn nach Angaben des Regionalmanagements Nordhessen betrage die erwirtschaftete Nettowertschöpfung der Radtouristen in Deutschland rund 6,5 Milliarden Euro und besitze somit einen Anteil von fast elf Prozent an der Wertschöpfung des gesamten Tourismus.

Analyse der Gesamtstrecke

Eine Analyse durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) hat ein hohes touristisches Potenzial des Radwegs bescheinigt. Hierbei weisen einige Abschnitte des 250 Kilometer langen Fulda-Radwegs derzeit Mängel auf. Im Raum Bad Hersfeld sowie nördlich von Kassel sind Wegeführung und Oberflächenbeschaffenheit verbesserungswürdig. Diese Mängel sollen nun behoben werden, um eine Zertifizierung des Weges nach den Kriterien des ADFC zu erhalten. "Vier von maximal fünf Sternen kann der Fulda-Radweg erlangen und spielt dann in der Spitzenliga des deutschen Radtourismus, daran arbeiten wir derzeit mit Hochdruck", sagt Ute Schulte, Leiterin der NordHessen Touristik.

In Kooperation mit den regionalen Entwicklungsgruppen der Landkreise werden derzeit ein Vermarktungskonzept für den Radweg entwickelt und die notwendigen Verbesserungen definiert.

Nach ersten Schätzungen werden vorerst Investitionen in Höhe von etwa 2,5 Millionen Euro notwendig sein, um die Qualitätsmängel am Weg zu beheben. Die Arbeiten werden mit Geld von Bund oder Land gefördert. In einem zweiten Schritt sollen die touristische Beschilderung, Rastplätze für Radler, radlerfreundliche Gastronomie und Hotellerie sowie das touristische Marketing vorangetrieben werden. "Der Fulda-Radweg ist ein Leuchtturmprojekt für die touristische Entwicklung der Grimm-Heimat NordHessen", so Holger Schach, Geschäftsführer des Regionalmanagements Nordhessen. "Wir sind zuversichtlich, dank der engen Kooperation aller Anrainerregionen schon bald einen der besten Radwege Deutschlands in unserer Region zu haben."

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