Neues Tierheim statt neuer Orden

Von ANDREAS TH. BERNHARDSchwalm-Eder. An der Situation hat sich nichts gendert, sagt Dieter Bchling verrgert. Erst vor Kurzem

Von ANDREAS TH. BERNHARDSchwalm-Eder. An der Situation hat sich nichts gendert, sagt Dieter Bchling verrgert. Erst vor Kurzem haben er und seine Frau aus den Hnden von Landrat Frank-Martin Neuprtl Ehrenbriefe des Landes Hessen fr ihre ber 25-jhrige Tierschutzarbeit in der Guxhagener Katzenhilfe ausgehndigt bekommen. Doch sich nun zufrieden zurcklehnen und auf den Lorbeeren ausruhen ist die Sache von Dieter Bchling nicht.Bekenntnis gefordertStattdessen redet der engagierte Tierschtzer Klartext: Da wird die aktive Vereinsarbeit mit Vergnstigungen hofiert, da wird eine Stiftung fr Vereine ins Leben gerufen oder es werden Preise und Spenden an Vereine bergeben und Plaketten und Orden an Ehrenamtliche verteilt, sagt er, dass ist wunderbar und so soll es auch weiterhin praktiziert werden. Doch das alleine reicht nicht. Stattdessen fordert er ein klares Bekenntnis zu jenen Organisationen, die fr andere den Wohlstandsmll wegrumen. Mit dem harten Wort Wohlstandsmll meint Bchling all die ausgesetzten Katzen, das absichtlich freigesetzte Zwergkaninchen, den an einen Stnder am Verbrauchermarkt angebundenen alten Hund oder die in einer Pappkiste eingesperrten Meerschweinchen, die in einem Mllcontainer entsorgt worden sind. Lcke schlieenDie Tierschtzer in Nordhessen sind an Grenzen gestoen, die keine planvolle Arbeit mehr zulsst, so beschreibt er die aktuelle Situation. Durch die Schlieung des Gnadenhof in Trendelburg-Stammen und der Tierheime in Hofgeismar-Hmme und Hann. Mnden sowie dem Fortfall des Kuckucksnestes in Morschen seien die vorhandenen Tierheime nicht mehr in der Lage die Lcken zu schlieen. Die jetzt fehlenden Einstellpltze fr Tiere knnen auf keinen Fall durch die kleinen Tierschutzvereine ohne Tierheim aufgefangen werden, so seine Mahnung. Die Errichtung eines groen berregionalen Tierheims ist darum notwendiger denn je. Nur so verschaffe man den kleinen Vereinen wieder Zeit und Luft, um sich den eigentlichen Arbeiten zuzuwenden.

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