Neupärtl übernimmt das rote Ruder

Landrat zum neuen Kreis-SPD-Chef gewhltVon ANDREAS BERNHARDSchwalm-Eder. Landrat Frank-Martin Neuprtl ist der neue starke Mann in der Schw

Landrat zum neuen Kreis-SPD-Chef gewhlt

Von ANDREAS BERNHARD

Schwalm-Eder. Landrat Frank-Martin Neuprtl ist der neue starke Mann in der Schwalm-Eder-SPD. In geheimer Wahl sprachen sich am Freitag in Borken auf dem Unterbezirksparteitag 117 von 179 Delegierten fr ihn als Parteichef aus. Das entspricht 65 Prozent der Stimmberechtigten. Gegen ihn votierten 54 Genossen, sechs enthielten sich und zwei Stimmen waren ungltig. Viele haben mich aufgefordert zu kandidieren, diesem Wunsch werde ich mich nicht verschliessen, hatte Neuprtl der ohne Gegenkandidaten angetreten war zuvor erklrt und gleichzeitig fr sich in Anpruch genommen, mit seiner Person fr einen neuen Stil zu stehen. Wir sollten uns darauf besinnen, dass wir eine Mitgliederpartei sind, so rief er den Delegierten zu, jeder kann sich einbringen. Programmatisch lie sich der neue Kreis-SPD-Chef nicht in Karten schauen. Und auch auf die zurckliegenden Querelen um den Rckzug seines Vorgngers Gnter Rudolph ging Neuprtl dagegen nur mit wenigen Worten ein. Er betonte, dass sich die SPD-Schwalm-Eder nicht in einen Sd- und einen Nordkreis unterteilen lasse und er sich als Vorsitzender fr alle Sozialdemokraten sehe.

Gleich zu Beginn des Parteitages hatte der aus dem Amt gedrngte Rudolph das Wort an seine innerparteilichen Gegner gerichtet. Ich bin einer mit Ecken und Kanten, dazu stehe ich, rumte der Landtagsabgeordnete ein, trotzdem htte ich mir die eine oder andere Auseinandersetzung gerne erspart. Scharf kritisierte er dabei, dass interne Papiere aus den SPD-Gremien der Presse zugespielt wurden.Ich habe mich in ein paar Personen getuscht, sagte Rudolph, und fgte an: Ein paar persnliche Dinge haben mir weh getan. Seine Partei forderte er auf, aus den Geschehnissen zu lernen. Einigkeit macht stark, mahnte Rudolph seine Partei. Den Vorwurf, auf Grund seiner Ttigkeit als Parlamentarischer Geschftsfhrer der Fraktion in Wiesbaden zu wenig im Schwalm-Eder-Kreis prsent zu sein, konterte er mit der Prophezeiung: Das wird mein Nachfolger auch nicht knnen. Verabschiedet wurde der scheidende Unterbezirksvorsitzende schlielich mit stehendem Applaus. Groes Sthlercken auch bei den Stellvertretern des neuen Partei-Chefs. Gewhlt wurden der Bundestagsabgeordnete Dr. Edgar Franke (Unterkreis Fritzlar-Gudensberg, mit 159 Stimmen), der Monika Vaupel ersetzt, Heike Wst (Unterkreis Melsungen, mit 114 Stimmen), Stefan Gerlach (Homberg, 113), er ersetzt Ute Talic sowie Landtagsabgeordnete Regine Mller (Schwalmstadt, 117), die Jrgen Kaufmann nachfolgt.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Andreas Bernhard "Grben sind nicht zugeschttet"

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