Nicht zu bremsen

Von ANDREAS BERNHARDOstheim. Schon whrend des Gesprchs auf dem bungsgelnde des ADAC bei Ostheim geht der Blick von Jrge

Von ANDREAS BERNHARD

Ostheim. Schon whrend des Gesprchs auf dem bungsgelnde des ADAC bei Ostheim geht der Blick von Jrgen Proksch immer wieder zu seinem Sohn. Der dreht gerade mit seinem Renn-Quad ein paar Runden. Erst langsam, dann immer schneller. Entschuldigen sie, sagt der Vater, ich glaub' ich muss mal wieder auf die Bremse treten. Er winkt den 10-jhrigen Niclas raus und ermahnt ihn etwas langsamer zu fahren. Dann kommt er zurck, das Gesprch geht weiter doch im Hintergrund gibt sein Sohn schon wieder Vollgas.

Noch kein Rennen verloren

Sitzt Niclas erst einmal auf der Maschine ist er von niemandem zu bremsen. Nicht von seinem Vater und auch nicht von der Konkurrenz. Der Drei-Kse-Hoch hat beim Shorttrack-Hessencup des ADAC in diesem Jahr noch kein Rennen verloren und auch in der international besetzten DMV Quad Challange 2009 steuert auf den souvernen Titelgewinn in der Schlermeisterschaft zu. Wo andere langsam machen, gibt er Vollgas. Der Junge ist vllig angstfrei, sagt sein Vater. Der Junge ist ein Naturtalent, sagt sein Trainer vom MSC Melsungen, Shane Ominischwewsky. Vielleicht sogar ein Ausnahmetalent.

Vor zwei Jahren angefangen

Angefangen mit dem Quad-Sport auf der Grasbahn hat Niclas erst vor zwei Jahren. Zuvor stand er mit seinem Vater am Rande eines Rennens in Melsungen. Danach wnschte er sich auch ein Quad. Da er auf der Strae nicht fahren darf, blieb nur die Rennstrecke. Seit dem hat sich das Leben der Familie, zu der auch Mutter Heike gehrt, ziemlich verndert. Aus Vater, Mutter und Kind wurde ein Team, das an Wochenenden zu den Rennen fhrt und den Sommerurlaub ausfallen lsst. Jeder hat seine Aufgabe: Niclas gewinnt. Vater Jrgen, der frher leidenschaftlich Motorrad fuhr, ist Mechaniker und Psychologe. Mutter Heike ist die gute Seele, der allerdings fters Mal das Herz bis zum Hals schlgt.

Kein Wunder, denn die Zweitakter mit den grobstolligen Reifen, aber ohne Knautschzone beschleunigen auf der Geraden bis auf 75 Stundenkilometer.

Es ist schon ein gefhrlicher Sport, gibt Jrgen Proksch zu, der im normalen Leben, wie seine Frau, bei B. Braun arbeitet. Richtig bewusst wurde das den Eltern im vergangenen Jahr. Im letzten Rennen der Saison trug es ihren Sohn aus der Kurve, er knallte gegen die Begrenzung und er flog in hohem Bogen ab. Das Quad war kaputt, doch er selbst blieb unverletzt.

Demnchst soll Niclas in die nchst hhere Klasse aufsteigen. Die Konkurrenz wird dann noch hrter. Fr Vater Jrgen kein Problem. Vielleicht tut es ihm ganz gut, wenn er mal nicht gewinnt, sagt er. Dann muss er wieder los seinen Sohn bremsen.

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