Nicki-Konzert fiel ins Wasser: Hephata-Festtage wegen Unwetter abgebrochen

Treysa. Die Diakonische Einrichtung Hephata feiert ihre jährlichen Festtage. Die "The Jungletones" auf der Bühne neben der Gärtnerei zel

Treysa. Die Diakonische Einrichtung Hephata feiert ihre jährlichen Festtage. Die "The Jungletones" auf der Bühne neben der Gärtnerei zelebrieren ihren Rock’n’Roll und zahlreiche Bewohner Hephatas tanzen mit ihren Gäste dazu. Ein paar Meter weiter geniessen Maria und Werner Kling aus Schlierbach gemütlich eine Tasse Kaffee. Der sechsjährige Marvin Schremmer baggerte auf dem Gelände der Jugendberufshilfe nebenan den Sandkasten leer.

Innerhalb kürzester Zeit fängt es an zu stürmen und ein starker Regenschauer treibt die Besucher unter möglichst feste Dächer. Viele Betreiber von Marktständen versuchen noch rasch ihre Waren vor den Wassermassen zu schützen –der Gewittersturm wird immer stärker.

Während sich die Mitglieder des Lions-Club in ihren aus Holz gezimmerten Bücherstand drängen, der den Windböen einigermaßen gewachsen ist, unterstützt Clubkamerad Eckhard Haaß verzweifelt die Frau von nebenan, deren Verkaufsstand ein Opfer des Unwetters zu werden droht. Das Gestänge am Stand der Rumänienhilfe zeigt keine solche Standhaftigkeit und so bricht der vom Sturm und Starkregen gebeutelte blaue Stoffpavillon zusammen.

Nach einer knappen halben Stunde beruhigt sich das Wetter wieder, aber der Regen und der Wind haben ihre Spuren hinterlassen. Gudrun Martin von Hephata-Gärtnerei schwingt im Anschluss gleich den Besen und versucht das Wasser in Richtung Gulli zu kehren.

Da zu diesem Zeitpunkt in den Landkreisen Kassel und Marburg bereits Katastrophenalarm ausgelöst worden ist und der Wetterdienst einen weiteren Gewittersturm voraussagt, beschließt die Organisationsleitung die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen vorzeitig zu beenden.

Die geplante Abschlussveranstaltung mit Schlagersängerin Nicki fällt buchstäblich ins Wasser. "Wir werden versuchen, die ausgefallenen Programmpunkte zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen", sagt Melanie Schmitt von der Öffentlichkeitsarbeit sichtlich betroffen.

Mit mehrmaligen Lautsprecherdurchsagen werden die Besucher gebeten, den sicheren und trockenen Heimweg anzutreten und so sieht man am Ende der eigentlich fröhlichen Veranstaltung viele enttäuschte Gesichter auf dem Weg zum Parkplatz.

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