Notfall im Staatswald - Rettungskräfte eilen schwer verletztem Forstarbeiter zur Hilfe

Die UEbung im Staatswald bei Felsberg hat gezeigt: Die Helfer sind auf den Ernstfall bestens vorbereitet. Innerhalb von zehn Minuten war das Grossaufgebot an Rettungskraeften vor Ort bei dem verunfallten Forstarbeiter, der massiv gegen die Unfallverhuetungsvorschriften verstossen hat.
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Die UEbung im Staatswald bei Felsberg hat gezeigt: Die Helfer sind auf den Ernstfall bestens vorbereitet. Innerhalb von zehn Minuten war das Grossaufgebot an Rettungskraeften vor Ort bei dem verunfallten Forstarbeiter, der massiv gegen die Unfallverhuetungsvorschriften verstossen hat.

Melsungen. Samstagnachmittag. Im Staatswald wird gearbeitet. Lautes Knattern einer Motorsäge deutet auf Baumfällarbeiten hin. Der Mann, der sich fü

Melsungen. Samstagnachmittag. Im Staatswald wird gearbeitet. Lautes Knattern einer Motorsäge deutet auf Baumfällarbeiten hin. Der Mann, der sich für den eigenen Bedarf Holz aufarbeiten will, rückt dem Baum mit schwerem Gerät zu Leibe. Die Motorsäge heult auf und frisst sich Stück für Stück durch den Stamm. Das Holz knackst, Sägespäne und Splitter fliegen durch die Luft.  Plötzlich ein Schrei und dann nichts als Stille.

15.09 Uhr: Ein Notruf erreicht die Leitstelle des Rettungsdienstes. "Ich bin schwer verletzt, helfen Sie mir! Ich bin im Staatswald. Etwa 150 Meter vom Rettungspunkt HR 117 entfernt. "Die Leitstelle gibt Großalarm. Unfall im Staatswald, genaue Position und Schwere der Verletzung unbekannt. Alle verfügbaren Kräfte sofort zum Einsatz.

15.19 Uhr: Blaulicht. Motorenlärm durchbricht die Stille. Ein Krankenwagen bahnt sich den Weg über die schmalen Waldwege zu seinem einzigen Anhaltspunkt. Dem Rettungspunkt HR 117. Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und Notarztwagen folgen dicht dahinter, Hektisch, aber zielstrebig suchen dutzende Helfer nach dem Verunglückten.  Ein Mann, begraben unter einem Baum, liegt im Dickicht  des Waldes. Sieht auf den ersten Blick nicht gut aus. Der Notarzt schlägt sich durchs Geäst, versucht die Situation zu erfassen. Feuerwehrleute umgeben  ihn, bereit dem Verunfallten sofort zu helfen.

Doch dann die Ernüchterung, gepaart mit Erleichterung. Unter dem gefällten Baum erblicken sie keinen schwer verletzten Mann. Sie sehen nur eine Puppe. Kein Verletzter. Fragend schauen sich die Helfer an und müssen ernüchtert feststellen, dass der Unfall nur simuliert war.

Das Forstamt Melsungen initiiert jährlich eine solche Übung, um zu testen, wie schnell der Rettungsdienst bei einem verunglücktem Waldarbeiter vor Ort ist. Lediglich der Führer der Leitstelle war in das Vorhaben eingeweiht. Für alle Anderen stellte es einen wahren Einsatz dar, bei dem es um Leben oder Tod ging."Ein absolutes Kompliment an die Rettungsdienste. Eine  vorbildliche Leistung. In so kurzer Zeit den Unfallort und den Verunglückten gefunden. Besser kann es nicht laufen", lobt Christian-Peter Foet, Geschäftsführer des Forstamts Melsungen, die Arbeit aller Beteiligten.

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