Operation am offenen Herzen

Von ANDREAS BERNHARDMelsungen. Das Mega-Projekt gleicht einem Eingriff am offenen Herzen. Im Mai beginnen die ersten Vorarbeiten am neuen Kreisel in M

Von ANDREAS BERNHARD

Melsungen. Das Mega-Projekt gleicht einem Eingriff am offenen Herzen. Im Mai beginnen die ersten Vorarbeiten am neuen Kreisel in Melsungen, richtig ernst wird es für die Autofahrer in den Sommerferien. Dann nämlich wird mit der Löwe-Kreuzung an der Nürnbergerstraße in Melsungen eine der meistbefahrenen Verkehrsknotenpunkte im Schwalm-Eder-Kreis lahmgelegt. Täglich passieren den rund 24.000 Fahrzeuge, darunter viele Brummis. Um einen Infarkt zu verhindern, soll mit Hilfe von mehreren Bypässen der Verkehr um die Baustelle herumgeführt werden, erklärt Ute Borchert, die verantwortliche Planerin vom Amt für Straßen- und Verkehrwesen (ASV).

Bypässe um die Baustelle

So werden die aus Richtung des Obermelsunger Kreisels kommenden Autofahrer über eine Ausweichpiste neben der Kreuzung in Richtung Sankt-Georg-Brücke geleitet. Der direkte Weg zum Bahnhof ist gesperrt. Dies gilt auch in umgekehrter Richtung. Hier wird der Verkehr von der Bahnhofsstraße hinter dem Edeka-Markt entlang der Fulda und unter der Sankt-Georg-Brücke hindurch geleitet. Wegen der geringen Durchfahrtshöhe der Unterführung ist dieser Weg für Lkws gesperrt. Autofahrer, die von der Fritzlarer Straße aus in Richtung Bebra unterwegs sind, werden auf einer Einbahnstraße entlang der Grasbahn bis zum Obermelsunger Kreisel geführt.

Dass es bei so vielen Provisorien zu Stauskommen wird, scheint unvermeidlich. Dafür, so Ute Borchert, könnten die Baufirmen am Kreisel ungestört arbeiten. Ein wichtiger Aspekt, angesichts des ehrgeizigen Zeitplans, den Bau innerhalb von sechs Wochen weitgehend abzuschließen.

Bogen um Melsungen

Anschließend wird die Zufahrt zum Pfiefferain umgestaltet sowie die Zufahrt zum neuen Feuerwehrstützpunkt gebaut. "Wir empfehlen dem überörtlichen Verkehr während der Bauzeit einen Bogen um die Stadt zu machen", so Bauamtsleiter Martin Dohmann. Entsprechende Schreiben seien an die umliegenden Unternehmen gegangen. Die meisten Staus erwartet Dohmann an der Sparkassenkreuzung, auf der anderen Seite der Innenstadt, die dann ein wesentlich höheres Verkehraufkommen verkraften muss. Mit dem 1,8 Millionen Euro teuren Kreisel, finanziert zu jeweils einem Drittel von Bund, Land und Stadt, "findet eine Never-Ending-Story ihren Abschluss", so der hessische Verkehrsminister Dieter Posch, der nach eigenen Angaben schon vor 20 Jahren an gleicher Stelle über die Kreisel-Lösung diskutiert hat. Doch nun geht es los: "Jetzt beginnen wir mit der Ausschreibung der Bauleistungen", so Dohmann. Der Bauauftrag soll Anfang Mai vergeben werden. Voraussichtlich bis Dezember sei mit der Fertigstellung des Kreisels zu rechnen.

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