Mit Panzerfaustgranate in Polizeidienststelle.

+

Homberg. Ein unglaublicher Fall ereignete sich in der Kreisstadt: Ein Mann spazierte mit einer Panzerfaustgranate ins Polizeigebäude.

Homberg.Mit einer Panzerfaustgranate in der Hand hat ein Mann die Polizeistation Homberg betreten. Er erzählte den verdutzen Beamten, dass die Granate im Rahmen der Aktion "Sauberes Hessen" in einem Straßengraben gefunden worden sei.

Mit dieser wohl gut gemeinten Aktion hat sich der Mann jedoch in eine große Lebensgefahr begeben: "Granaten oder vergleichbare explosionsgefährliche Gegenstände sind bei Auffinden an Ort und Stelle zu belassen", betont Polizeisprecher Reinhard Giesa. Solche Gegenstände dürfen auf gar keinen Fall berührt, bewegt, angehoben oder gar transportiert werden. Ebenso darf man nichts auf den Gegenstand legen oder werfen. Stattdessen ist der Fundort und Gefahrenbereich sofort durch weiträumiges Absperren zu sichern und anschließend zu verlassen. Außerdem sollte umgehend die Polizei verständigt werden.

In diesem Fall war die Sache gut ausgegangen. Die Granate wurde zunächst außerhalb des Polizeigebäudes auf einer Rasenfläche des Polizeigeländes abgelegt. Anschließend wurde durch einen Sprengstoffspezialisten des Hessischen Landeskriminalamtes festgestellt, dass es sich um eine Übungsgranate handelte. Doch auch bei Fund-Granaten, die vermeintlich als Übungsmunition angesehen werden, müssen dieselben Vorsichtsmaßnahmen gelten. "Man kann letztlich nie sicher sein. Übungsmunition kann auch umgebaut worden sein", erklärt Giesa.Wie die einen halben Meter lange Übungsgranate in den Straßengraben gekommen ist, konnte die Polizei bislang nicht klären.

"Es passiert relativ selten, dass in unserer Region Granaten oder andere Sprengkörper gefunden werden", erklärt Reinhard Giesa gegenüber dem Homberger Anzeiger. In einigen Fällen kommt es vor, dass Bauern beim Pflügen Sprengkörper zu Tage tragen. Auch in solchen Fällen gilt es, die gefundenen Objekte auf keinen Fall zu berühren und sofort die Polizei zu verständigen, betont der Polizeispecher noch einmal mit Nachdruck.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Vier Corona-Fälle in Treysaer Gemeinschaftsunterkunft - gesamte Einrichtung unter Quarantäne

In der Treysaer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in der Harthbergkaserne wurden vier Bewohner positiv auf COVID-19 getestet. Aktuell steht die gesamte Einrichtung …
Vier Corona-Fälle in Treysaer Gemeinschaftsunterkunft - gesamte Einrichtung unter Quarantäne

Unter besonderen Bedingungen: Weinlese auf dem Böddiger Berg findet statt

Auch in diesem Jahr werden die Weintrauben auf dem Böddiger Berg geerntet. Die Lese findet am 6. Oktober unter besonderen Bedingungen statt.
Unter besonderen Bedingungen: Weinlese auf dem Böddiger Berg findet statt

Ein schwarzes Jahr: Friseur-Innung Schwalm-Eder zieht Zwischenbilanz für 2020

Als "eines der schwärzesten Jahre" für das Friseurhandwerk bezeichnet Obermeister Carsten Ciemer das Jahr 2020. Trotzdem blicken die Innungsmitglieder zuversichtlich in …
Ein schwarzes Jahr: Friseur-Innung Schwalm-Eder zieht Zwischenbilanz für 2020

Große Tat auf kleinem Rad: Michel Descombes tritt für krebskranke Kinder in die Pedale

Michel Descombes trotzt auf seiner „Tour der Hoffnung“ Corona. Er sammelt für krebskranke Kinder und machte am Donnerstag Halt in Homberg.
Große Tat auf kleinem Rad: Michel Descombes tritt für krebskranke Kinder in die Pedale

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.